Wiederverkäufer erzielen exorbitante Preise für «Royal Pop»-Uhren
Zürich – Die am Samstag von Swatch und Audemars Piguet lancierte Taschenuhr «Royal Pop» ist kurz nach dem Verkaufsstart zu massiv überhöhten Preisen auf Wiederverkaufsplattformen aufgetaucht. Auf StockX wurde ein komplettes Set der acht Modelle laut Medienberichten am Sonntag für mehr als 25’000 Dollar weiterverkauft. Auf Ebay waren am Montag einzelne Modelle für umgerechnet über 7300 Franken im Angebot.
Der offizielle Verkaufspreis lag je nach Markt bei rund 400 Euro beziehungsweise 400 bis 420 Dollar. Der Wiederverkauf war für viele Käufer von Beginn an Teil des Geschäfts. Vor dem Swatch-Store am Times Square in New York sagte ein Käufer der Nachrichtenagentur AFP, viele hätten bis zu einer Woche gewartet, um Uhren zu kaufen und sie sofort mit deutlichem Aufschlag weiterzuverkaufen. Ein Swatch-Sprecher sprach am Montag von einer «phänomenalen» Nachfrage. Verkaufszahlen nannte er nicht. Aber auf der Webseite erzielte die Firma demnach Millionen von Klicks und in den Sozialen Medien 11 Milliarden Views.
Tumulte und Polizeieinsätze
Bei rund 20 von weltweit 220 Verkaufsstellen habe es Probleme gegeben, weil die Warteschlangen extrem lang gewesen seien und die Organisation einzelner Einkaufszentren nicht ausgereicht habe. In Frankreich, Italien, Grossbritannien, Thailand und den USA kam es laut Beobachtern zu Tumulten, Polizeieinsätzen oder vorübergehenden Ladenschliessungen. Swatch teilte mit, die Lage habe sich inzwischen normalisiert.
Die «Royal Pop» wurde am Samstag in ausgewählten Geschäften in den Verkauf gebracht, wobei eine Kaufbeschränkung von einer Uhr pro Person, pro Geschäft und pro Tag galt. In Genf etwa versuchten mehr als tausend Menschen, sich eine Taschenuhr zu ergattern.
Die Kollektion umfasst acht farbige Modelle im Taschenuhrformat, die von der Luxusuhrenlinie «Royal Oak» von Audemars Piguet inspiriert sind. Durch das Marketing und die limitierte Verfügbarkeit erinnert «Royal Pop» an frühere Verkaufsschlager wie etwa die 2022 lancierte «Moonswatch», die Swatch zusammen mit der Konzernschwester Omega entwickelt hatte. (awp/mc/pg)