Zahl der Erwerbstätigen bleibt im vierten Quartal 2020 stabil

Zahl der Erwerbstätigen bleibt im vierten Quartal 2020 stabil
(Photo by Maxime Agnelli on Unsplash)

Neuenburg – Im vierten Quartal des Corona-Jahres 2020 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz gegenüber dem Vorjahreszeitraum quasi kaum verändert. Gleichzeitig wies der Trend zum Home-Office auch im Schlussquartal weiter nach oben.

So waren im vierten Quartal 2020 in der Schweiz gut 5,1 Millionen Personen erwerbstätig, was nahezu exakt dem Vorjahreswert entspricht. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Damit hat sich die Lage weiter stabilisiert. Das zweite Quartal stand mit einem Rückgang der Erwerbstätigen um 1,6 Prozent noch ganz im Zeichen der Corona-Krise: Es war der stärkste Rückgang seit 1993. Im dritten Quartal hatte sich die Lage bereits gebessert und das Minus lag noch bei 0,4 Prozent.

Erwerbslosenquote steigt an
Allerdings stieg die Erwerbslosenquote im gleichen Zeitraum gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamts (ILO) in der Schweiz von 3,9 Prozent auf 4,9 Prozent. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervor. Damit waren zwischen Oktober und Dezember 54’000 mehr Menschen erwerbslos als noch ein Jahr zuvor.

Derweil nahm die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit pro erwerbstätige Person um 2 Prozent ab. Am stärkste war davon der Wirtschaftszweig „Gastgewerbe und Beherbergung“ betroffen, wo die Arbeitszeit um 13,9 Prozent sank. Auch in den Branchen „Transport und Lagerei“ sowie „Kunst, Unterhaltung, private Haushalte und sonstige“ nahm die wöchentliche Arbeitszeit überdurchschnittlich ab.

Dagegen registrierten „Öffentliche Verwaltung“ und „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ einen Anstieg der Arbeitszeit.

Home-Office weiter im Trend
Derweil ist das Arbeiten von zu Hause aus im vierten Quartal nochmals weiter angestiegen. So leisteten 40,7 Prozent der Arbeitnehmenden zumindest gelegentlich Heimarbeit. Zum Vergleich: im vierten Quartal 2019 lag der Anteil bei knapp unter 30 Prozent.

Aber auch gegenüber dem dritten Quartal stieg der Anteil vom Home-Office nochmals an – um 4,8 Prozentpunkte, wie das BFS mitteilte. (awp/mc/ps)

BFS

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