Die Roaming-Höllen dieser Welt

Smartphone
(Foto: Peter Atkins - Fotolia.com)

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Zürich – Wenn auch noch zögerlich – die Roaming-Preise für die Schweizer fallen. Dass es aber noch immer Ecken auf der Welt gibt, an welchen man für die Datennutzung tief in die Taschen greifen muss, zeigt comparis.ch in den Top 5 der weltweiten Roaming-Höllen.

Die Ferienzeit naht; Herr und Frau Schweizer packen wieder ihre Koffer und machen sich auf in die Ferien. Wer nicht auf die gewohnte Nutzung des Smartphones verzichten möchte, wird bei seiner Rückkehr unter Umständen eine saftige Rechnung bekommen. comparis.ch hat untersucht, an welchen Stränden man das Smartphone besser im Hotelsafe lässt. Wen es diesen Sommer in die exotischen Urlaubsparadiese zieht, der sei gewarnt: Oft geht bei der Ferienvorbereitung die Nutzung des Smartphones vergessen, was sich nachher in Form einer hohen Rechnung rächt. An folgenden Orten sollte man sich punkto Datennutzung und Telefonie besser in Acht nehmen – auch wenn viele Provider bei Erreichen der individuellen Rechnungslimite das Abo sperren:

1. Kreuzfahrten
Wer denkt, dass auf Kreuzfahrten einzig Spass und Müssiggang auf der Tagesordnung stehen, der täuscht sich. Wenn das Schiff nicht in Reichweite eines Funknetzes ist, wählt sich das Smartphone ins schiffeigene GSM Netz ein, welches dann über Satellit eine Verbindung herstellt – was dann richtig teuer wird. Wer beispielsweise mit Sunrise Super Max seine Mails checkt, Bilder synchronisiert und einige Anrufe tätigt, dem schlägt das Vergnügen schnell mit 5’377* Franken zu Buche.

2. Kuba
Heimat der Zigarren, der rassigen Musik und der rumdurchzechten Nächte – wer von Kuba mit seinem Sunrise Super Max-Abo zu Hause anruft und vielleicht noch ein paar Bilder verschickt, der nimmt – nebst dem Kater – eine Rechnung von bis zu 4’049.50* Franken mit in die Heimat.

3. Cayman Islands
Die Inselgruppe inmitten der Karibik ist vorwiegend als Steueroase bekannt. Wer vor Ort ein Bankkonto eröffnen möchte und dem heimischen Buchhalter Bildern und Dokumenten zukommen lässt, bezahlt für läppische 250 MB mit dem Sunrise Freedom Relax bis zu 4’014.50* Franken.

4. Brasilien
Der Gastgeber der diesjährigen olympischen Sommerspiele spielt in Sachen Roaming auf hohem Niveau. Wer mit dem UPC Unlimited 2000 den Zuckerhut erklimmt und Bilder nach Hause sendet, nimmt eine Rechnung von bis zu 2’600* Franken mit nach Hause.

5. Thailand
Als Urlaubsmekka in Südostasien hat das Königreich Thailand noch immer die Nase weit vorne, in Sachen Roaming jedoch greift der Nutzer des UPC Unlimited 2000 Abos tief in die Tasche – für ein kurzes Gespräch und ein wenig Daten werden 2’600* Franken fällig.

* Diese Kosten fallen nur theoretisch an, da viele Provider bei Erreichen der individuellen Rechnungslimite das Abo sperren.

Prepaid hat die Nase vorn – zumindest im Ausland
Wer auf der sicheren Seite sein will und auf das Budget schaut, der ist mit einem der vielen Prepaid-Angebote gut bedient. Hier gilt es jedoch, bereits vor der Reise die passenden Optionen und Datenpakete zu kaufen, da es sonst vor Ort schon das erste Mal teuer werden kann.

Eine Alternative zum schweizerischen Abo sind lokale Provider; nicht immer ganz einfach zu bekommen punkto Registrierung und Verfügbarkeit, bieten diese eine echt preiswerte Alternative vor allem bei längeren Reisen im Ausland. Hier finden Sie die gängigsten Provider der Urlaubsdestinationen. http://www.techstage.de/laenderliste/

Wer es noch bequemer haben möchte, wählt sich an der Zieldestination einfach in einen der meist zahlreichen und kostenlosen Hotspots ein. Diese finden sich oftmals in Cafés, Bars oder Hotels und sind für jedermann zugänglich. Hier finden Sie ein Verzeichnis dieser Hotspots um den ganzen Globus.

Die Top-Destinationen der Schweizerinnen und Schweizer in diesem Sommer gemäss ebookers.ch:

  1. Mallorca
  2. Barcelona
  3. Berlin
  4. Amsterdam
  5. London
  6. Ibiza
  7. Heraklion
  8. Zypern
  9. Hamburg
  10. Rhodos

An diesen Destinationen kann meistens nicht viel passieren, da sie im Europaraum liegen und es somit gute Roaming-Optionen bei allen Providern gibt. Trotzdem, wer immer wieder mal in Europa unterwegs ist und auch hin und wieder ein bisschen rumsurft und telefoniert, der fährt mit einem der zahlreichen Prepaid-Abos am günstigsten.

In ganz Europa schlägt die billigste Flatrate von Salt (Salt Swiss) mit CHF 59.- zu Buche. Hinzu kommen noch die Optionen Go Europe + 1x Go Europe Data 50 MB was zu einem Gesamtbetrag CH 77.70 für die Urlaubssurferei führt. Im Vergleich dazu punktet das Swisscom Prepaid Angebot Easy Smart mit einem ungeschlagenen Tarif von nur CHF 35.50. (comparis.ch/mc/pg)

Methode
Untersucht wurden folgende Angebote: Swisscom NATEL® infinity 2.0 S & XL, Sunrise Freedom Relax & Super Max, Salt Swiss & World, UPC Unlimited 2000 MB und Coop Mobile Swiss Flat. Gerechnet wurde mit einem Aufkommen von 14 Urlaubstagen mit 15 Minuten Telefonie (davon 5 Minuten eingehend und 10 Minuten ausgehend in die Schweiz), 10 SMS in die Schweiz und einer Datennutzung von 250 MB. Alle Angebote wurden mit den jeweils günstigsten Optionen und Datenpaketen für die jeweilige Region ergänzt.

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