Diese Trends bestimmen den Business Travel heute und morgen

Diese Trends bestimmen den Business Travel heute und morgen
Andreas Schneider, Head of Kuoni Business Travel (Foto: Kuoni)

Zürich – Digital buchbare Angebote, alternative Unterkunftsformen oder ein professionelles Management sicherheitsrelevanter Ereignisse am Zielgebiet zählen in der Touristik heute zu den Standardanforderungen von Privatkunden an Reisen – welche sie mehr denn je unternehmen. Doch welchen Status geniessen Geschäftsreisen heute für Organisationen und welche Erwartungen verbinden sie im digitalen Zeitalter an ihren Reisedienstleister? Andreas Schneider Head of Kuoni Business Travel, nennt zehn Trends.

  1. Moderne Kommunikationsmittel ersetzen die Geschäftsreise nicht
    Rasante Fortschritte bei der digitalen Kommunikation machen Geschäftsreisen bald schon obsolet, könnte man meinen. Tatsächlich ist die Zahl der weltweiten Geschäftsreisen nicht rückläufig. In vielen Kulturen wird viel Wert auf den persönlichen Kontakt gelegt – das gilt insbesondere für Vertragsgespräche und erst recht für die finale Vereinbarung einer Zusammenarbeit.
  2. Persönlicher Kontakt zur Buchungsstelle bleibt relevant, aber…
    Zwar setzen multinationale Unternehmen auf Konsolidierung – doch insbesondere im KMU-Segment bleibt der persönliche Kontakt zu den Mitarbeitenden der Buchungsstelle relevant. Gerade Geschäftsreise-Pläne müssen oft geändert werden. Für die mitunter komplexen Prozesse rund um die Umbuchung und Rückerstattung fehlt unseren etwas weniger reiseerfahreneren Kunden oftmals die Zeit. Persönliche Ansprechpartner schaffen Abhilfe und sind oftmals der Schlüssel zur Zufriedenheit, müssen heute aber 24/7 erreichbar sein.
  3. … der Trend zur mobilen Suche, Buchung, Bearbeitung und Abrechnung ist klar ersichtlich
    Dennoch gilt: Ohne ein digitales Angebot dürften Anbieter von Geschäftsreisen schon bald auf verlorenem Posten sein. Eine App mit der Möglichkeit, einfach, schnell und vor allem überall auf eine alle Tarife umfassende Suchmaschine sowie die Buchung zugreifen zu können, ist gerade für reiseerfahrene Mitarbeitende unerlässlich. Ähnlich verhält es sich mit den Abrechnungs- und Genehmigungsprozessen bei Geschäftsreisen: Ein effizientes digitales Angebot aller Dienstleistungen – kompakt vereint auf einer einzigen Plattform – gehört heute zum Standard-Sortiment eines Business-Travel-Spezialisten. Dass sich dieser Trend auch in Zukunft noch akzentuieren wird, ist absehbar.
  4. Umgang mit Sicherheitsbedenken gewinnt an Bedeutung
    So unwahrscheinlich es ist: Potenziell sicherheitsgefährdende Ereignisse am Zielort sind nie auszuschliessen. Im Fall der Fälle wollen sich Familie, Freunde und Arbeitgeber des Geschäftsreisenden ein Bild von seinem Aufenthaltsort machen können. Die Lokalisierung von Reisenden in Notfällen zählt heute zum festen Bestandteil des Travel Risk Managements und ist ein weiterer Vorteil einer App, wie sie Geschäftsreise-Spezialisten wie Kuoni Business Travel heute anbieten.
  5. «Bleisure» hält Einzug
    Die Möglichkeit, Geschäftsreisen mit einem privaten Aufenthalt zu verbinden, ist mehr und mehr «en vogue» – vor allem bei der Generation Y und Z. Der Vorteil für Arbeitnehmende liegt auf der Hand, doch auch Arbeitgeber können profitieren: Etwa von tieferen Reisekosten am Wochenende oder zufriedenen und ausgeglichenen Mitarbeitenden, die ihre Reisestrapazen bei der Rückkehr schon wettgemacht haben.
  6. Längere oder kürzere Reisen? Es kommt drauf an!
    Ist kein «Bleisure» geplant, dauern Reisen innerhalb Europas heute eher etwas weniger lange als in der Vergangenheit. Das Umgekehrte gilt für Interkontinental-Reisen – ihre Reisedauer verlängert sich tendenziell.
  7. «Rantasten» an alternative Übernachtungsformen
    Mit Booking.com und Airbnb bekommen die traditionellen Hotelportale frischen Wind. Allerdings müssen der Reisende und das Unternehmen aufpassen, denn nicht alle Unterkünfte sind für den Geschäftsreisenden geeignet. Datensicherheit, Travel Risk Management und Bezahlprozesse sind hier die Spassbremsen. Kuoni setzt für weltweite Appartement-Buchungen ein neues Tool in Zusammenarbeit mit Acomodeo ein.
  8. Premium Economy auf Geschäftsreisen (noch) kein Thema
    Firmenkunden wollen entweder sehr preisbewusst fliegen oder nehmen die Vorteile einer Business-Klasse für sich in Anspruch. Das Vorgehen ist in den Reiserichtlinien des Unternehmens festgehalten: Bis zu einer Dauer von x Stunden muss Economy Class geflogen werden, für längere Flüge darf Business Class gebucht werden. Das ist mitunter ein Grund, weshalb sich die Premium Economy Class im Geschäftsreisesegment bis heute noch nicht durchsetzen konnte.
  9. Differenzierung der Flugangebote
    Hinsichtlich der buchbaren Zusatzleistungen auf Flügen stehen uns einige Veränderungen bevor. Die Fluggesellschaften arbeiten mit Hochdruck an einer weiteren Differenzierung ihrer Sitzplatzangebote. Fenster, Gang oder Mittelplatz, Notausgang, Business oder Eco ist heute – morgen kommen Partnersitze, Familienangebote, Sitze mit und ohne WLAN, Extra Beinfreiheit, differenzierte Menüauswahl, Prefered Bording usw. Angebote, die den Bedürfnissen von Geschäftsreisenden entgegenkommen und künftig auch entsprechend genutzt werden dürften.
  10. Personalisierung und Automatisierung als Zukunftsmodell
    Es klingt paradox: Einerseits gewinnt nicht nur die Digitalisierung, sondern auch die Automatisierung von Geschäftsreiseprozessen an Bedeutung. So ist das automatische Erkennen vom Reiseverhalten und den Wünschen des Kunden heute schon verbreitet und zwingt Player im Business-Travel-Bereich, ihre digitale Angebotspalette laufend weiterzuentwickeln. Andererseits steigt in einer digitalen Welt auch das Bedürfnis nach Personalisierung. Doch nur wenn Geschäftsreisespezialisten auf beide Kanäle setzen, schaffen sie für ihre Kunden ein attraktives Angebot. (Primus Communications/mc/kbo)

Kuoni

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