Geschichten hinter den Bildern einer grossartigen Sammlung in Winterthur

Villa Flora Sammlung Hahnloser
Sammeln kann man nur mit Leidenschaft, getrieben von der Lust am Schönen, von der Entzückung des Einzigartigen und vom sicheren Gefühl für das Schöne an sich. Die Hahnlosers nannten ihre Lieblingsbilder, die nun in der Ausstellung gleichsam die Hauptachsen bilden.

Die Nachkommen des Winterthurer Sammlerpaares Hedy und Arthur Hahnloser haben an der neuen Ausstellung in der Villa Flora mitgewirkt. Ihre verändernden Erfahrungen mit den Werken und die Erinnerungen an das Sammeln bringen die Bilder zum sprechen.

Vincent van Gogh, Le café de nuit (1888) Bleistift/Aquarell/Gouache auf Papier, 44.4 x 63.2 cm

Vincent van Gogh, Le café de nuit (1888), Bleistift/Aquarell/Gouache auf Papier, 44.4 x 63.2 cm

Die neue Sammlungspräsentation in der Villa Flora ist im lebendigen Dialog mit einigen Familienmitgliedern der Nachfolgegenerationen von Arthur und Hedy Hahnloser entstanden. Diese stehen gleichsam als Stellvertreter für jene Menschen, die das Geschick der Sammlung und des Hauses bestimmt haben und es nach wie vor prägen. Sie bekommen in der Ausstellung eine Stimme. Der Künstler Till Velten, dessen Kunstform das Interview ist, hat in ausführlichen Gesprächen den Fokus auf zentrale Fragen gelegt: ‚Wie ist es, in eine Sammlung von einer solchen Bedeutung hineingeboren zu sein?’ ‚Welches sind die direkten, bzw. überlieferten Erinnerungen an das Sammlerpaar Arthur und Hedy Hahnloser?’ ‚Welche Geschichten verbergen sich hinter den Bildern?’

Félix-Edouard Vallotton, L’Estérel et la baie de Cannes (1925) Oel auf Leinwand, 54 x 65 cm

Félix-Edouard Vallotton, L’Estérel et la baie de Cannes (1925), Oel auf Leinwand, 54 x 65 cm

Die Befragten nannten ihr Lieblingswerk aus der Sammlung. Gemälde von Van Gogh, Bonnard, Vallotton u.a. bilden nun gleichsam die Hauptachsen der Ausstellung, andere werden zu ihnen in Beziehung gestellt. Die Gespräche, die in der Ausstellung an einigen Orten dezent zu hören sind und der Publikation als CD beiliegen, sind fortan Dokumente der Villa Flora, die sich als Museum an der Schnittstelle zwischen Privatem und Öffentlichem bewegt. Haus und Garten strahlen den Charme des privat Familiären aus, die Sammlung wiederum ist von internationaler Ausstrahlung dieses Spannungsfeld macht den Ort in der schweizerischen Museumslandschaft so besonders. Die Publikation versteht sich als sorgfältig gestaltetes, originelles Hörbuch.

Zur Ausstellung ist ein Buch mit Hörbuch erschienen:
„Geschichten hinter Bildern“
Dr. Angelika Affentranger-Kirchrath
13×18 cm, inkl. 2 CD mit den Interviews CHF 28.00
„Geschichten hinter Bildern“ Eine besondere Sammlungspräsentation
Villa Flora 18. November 2011 – 28. Oktober 2012 „Geschichten hinter Bildern“ Eine besondere Sammlungspräsentation
Villa Flora 18. November 2011 – 28. Oktober 2012

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