Öffentlicher Verkehr wird nächstes Jahr günstiger

SBB Durchmesserlinie
SBB Durchmesserlinie: Zug auf der Letzigrabenbrücke.

Bern – Das GA auf Monatsrechnung wird günstiger. Zudem gibt der öffentliche Verkehr die Senkung der Mehrwertsteuer wie angekündigt an die Kundinnen und Kunden weiter. Die Billettpreise sinken jedoch erst am 1. Juni 2018.

Als Grund gibt der Branchenverband ch-direct in einer Mitteilung vom Donnerstag eine „längere Vorlaufzeit“ für die Anpassung des Normaltarifs an. Systembedingt sei eine frühere Senkung nicht möglich gewesen, sagte Sprecherin Sabine Krähenbühl auf Anfrage.

In der Übergangszeit werden an Halbtax-Inhaber zusätzliche Spartageskarten ausgegeben. Für Inhaber der ehemaligen Enkel-Karte gibt es 2018 einen Gutschein für jedes Kind, für das eine Enke-Karte im System vermerkt ist.

Zudem wird ab März 2018 ein Jahr lang keine Gebühr für die Hinterlegung des Generalabonnements (GA) erhoben. Ab Mitte Jahr werden die Billettpreise dann um 0,3% gesenkt. Die Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs sparen so insgesamt neun Millionen Franken.

Preisüberwacher musste nachhelfen
Die SBB hatte sich erst unter Druck des Preisüberwachers zu dem Schritt bereit erklärt. Dieser hat sich mit den Transportunternehmen auch auf eine Preissenkung bei den GA auf Monatsrechnung geeinigt. Ein solches ist heute deutlich teurer als ein GA, für das ein Jahr im Voraus bezahlt wird.

Wer zwölf Monate lang ein GA auf Monatsrechnung bezogen hat, bezahlt ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 für ein Erwachsenen-GA 60 CHF weniger pro Jahr. In anderen Kategorien kann noch mehr gespart werden. Ein Junior-GA zum Beispiel wird 180 CHF günstiger. Diese Preissenkungen gelten unbefristet.

Wer schon 2017 mindestens zwölf Monate lang ein GA auf Monatsrechnung besessen hatte, bekommt einmalig einen Elvetino-Gutschein im Wert von zehn Franken. Nach Angaben des Preisüberwachers hat das gesamte Massnahmenpaket einen Umfang von 15 Mio CHF.

Der Mehrwertsteuer-Normalsatz sinkt am 1. Januar von 8,0% auf 7,7%. Grund ist die gescheiterte Reform der Altersvorsorge. Für die Ende 2017 auslaufende IV-Zusatzfinanzierung fehlt nun eine Anschlusslösung, weshalb die Mehrwertsteuer um 0,3% sinkt. (awp/mc/ps)

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