«Oshi-el»-Chatbot berät gebrochene Herzen

«Oshi-el»-Chatbot berät gebrochene Herzen
Liebeskummer: Chatbot gibt Rat in Liebessachen.

Tokio – Das System «Oshi-el» berät den User in Liebesangelegenheiten. Die virtuelle Kummerkastentante ist von der japanischen Firma NTT Resonant entwickelt worden und basiert auf Künstlicher Intelligenz. Der Cyber-Ratgeber ist mit fast 190.000 Fragen und 770.000 Antworten aus dem hauseigenen «Oshiete Goo»-Forum trainiert worden. Obwohl die Wortmeldungen von Oshi-el Sinn ergeben, hören sie sich noch etwas zu schrifttypisch an.

Detailreiche Antworten
«Heutzutage geben die meisten Chatbots sehr kurze Antworten. Meistens können auch nur faktische Fragen beantwortet werden», sagt Makoto Nakatsuji von NTT Resonant. Fragen in Sachen Liebe seien meistens jedoch seitenlang und komplex. «Sie inkludieren viel Kontext, wie Familie und Schule. Dadurch erweist es sich als schwierig, lange und zufriedenstellende Antworten zu generieren», erläutert Nakatsuji die Problemstellung bei der Entwicklung.

Basierend auf den Daten aus dem Oshiete-Goo-Forum haben die Wissenschaftler eine generische Struktur ausgearbeitet, bei der jede Antwort einen Satz der Sympathie, eine vorgeschlagene Lösung des Problems, einen zusätzlichen Kommentar sowie eine ermutigende Bemerkung beinhaltet. Oshi-el wählt und kombiniert nun die passenden Sätze aus dieser von den Forschern entwickelten Datenbank. Diese Auswahl trifft er auf Basis der in den Fragen vorkommenden Wörtern. Obwohl die Liebesratschläge schon authentisch wirken, hat der Ansatz noch seine Tücken, da sich alles sehr schriftsprachlich anhört. (pte/mc/ps)

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