Sänger und Songwriter Leonard Cohen ist tot

Leonard Cohen
Leonard Cohen (1934 - 2016)

Los Angeles – Die kanadische Musiklegende Leonard Cohen ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Dies teilte Sony Music Canada auf Cohens Facebook-Seite mit. Sein letztes Album «You Want It Darker» war erst im Oktober erschienen.

Cohen wurde am 21. September 1934 in Montreal geboren. Er begann früh mit dem Gitarrenspiel und trat in Klubs auf, seine Passion war aber das Schreiben. In der 1950er Jahren schrieb er Gedichte, später auch Romane. Erst später begann er, seine oft düsteren Texte zu vertonen. 1967 übersiedelte er nach New York und Ende des Jahres erschien das von Publikum und Kritikern gefeierte Debütalbum «Songs of Leonard Cohen». Darauf finden sich Songs und spätere Klassiker wie «Suzanne», «Sisters of Mercy» und «So long, Marianne».

In den darauffolgenden Jahrzehnten folgten 13 weitere Studio-Alben, darunter «Songs from a Room», «Songs of Love and Hate» oder 1988 das auch kommerziell sehr erfolgreiche Album «I’m Your Man». Seine rauchige Stimme wurde zum Markenzeichen, den schwarzen Hut tief in die Stirn gezogen war er stets umgeben von einer Aura tiefster Melancholie.

«Hallelujah»
Seinen wohl erfolgreichsten Song hatte Cohen 1985 veröffentlicht: «Hallelujah». Kaum ein Stück der Musikgeschichte wurde so oft gecovert. Ob Jeff Buckley, Bono, Rufus Wainwright oder John Cale, alle grossartig, und doch blieb Cohens Version unerreicht. Insgesamt wurden Leonard Cohens Songs über 2000 Mal neu interpretiert, auch weitere Klassiker wie «First We Take Manhattan (Then we take Berlin)» oder «Chelsea Hotel».

Mitte der Neunzigerjahre zog sich Cohen für mehrere Jahre in ein buddhistisches Kloster bei Los Angeles zurück, danach widmete er sich wieder der Musik. 2008 wurde er in die «Rock And Roll Hall Of Fame» aufgenommen, in den folgenden Jahren tourte er um die Welt. Die letzten Jahre hatte Cohen in Los Angeles gelebt, wo zu einem späteren Zeitpunkt auch die Trauerfeier stattfinden soll. (mc/pg)

Leonard Cohen

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