Schnipp, schnapp, Scherenschnitt

Schnipp, schnapp, Scherenschnitt

Zeitgenössischer Scherenschnitt «Stier Dobi» von Monika Flütsch (Ausschnitt). (Bild: Landesmuseum Zürich)

Zürich – Filigran, fantasievoll und vielfältig – Die Ausstellung «Scherenschnitte» im Landesmuseum Zürich zeigt vom 9. Januar bis zum 29. März 2015 einen Querschnitt durch das Schaffen zeitgenössischer und historischer Schweizer Papierkünstler seit dem 17. Jahrhundert.  

Die Ausstellung zeigt dreidimensionale Papierschnitt-Installationen, die auf die spezifische räumliche Situation im Landesmuseum Bezug nehmen. Auch werden die Arbeiten von Kindern gezeigt: Der Scherenschnitt-Wettbewerb, den der legendäre Pestalozzikalender ab 1920 ausgeschrieben hatte, war unter den Jungen bis in die Sechzigerjahre beliebt und brachte erstaunlich professionelle Scherenschnitte hervor. Und auch das Selberschneiden mit oder ohne Anleitung von professionellen Scherenschneidern nicht zu kurz.

Ausgewählte Wettbewerbsarbeiten
Historische Werke veranschaulichen die Geschichte eines  Kunsthandwerks, das sich – von Asien her kommend – im Mitteleuropa des 17. Jahrhunderts ausgebreitet hat. Ihnen sind aktuelle Scherenschnittarbeiten gegenübergestellt. Sie stammen von Mitgliedern des Vereins Freunde des Scherenschnitts, die 2012 aufgerufen waren, sich in einem Wettbewerb mit der Scherenschnitttradition auseinanderzusetzen und diese in einem künstlerischen Dialog zu erweitern. Rund 100 ausgewählte Wettbewerbsarbeiten, handwerklich von beeindruckender Qualität, sind in Zürich zu sehen. Einige Papierkünstler wagten eine Neuinterpretation, andere wiederum variieren die traditionellen Sujets. (Landesmuseum/mc/ps)

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