Seilbahnen: Guter März macht Einbussen teilweise wett

Seilbahnen: Guter März macht Einbussen teilweise wett
(Foto: Seilbahnen Schweiz)

(Foto: Seilbahnen Schweiz)

Bern – Im März zog es erfreulich viele Wintersportbegeisterte in die Berge: Die Schweizer Seilbahnen verzeichneten 7 Prozent mehr Gäste (Ersteintritte) als im Vorjahresmonat. Das prächtige März-Wetter, die sehr guten Pistenverhältnisse und die dieses Jahr später gelegenen Sportferien drücken positiv auf die Zahlen durch. Der März machte damit den Einbruch der zuvor durch aussergewöhnlich viele Föhnstürme und schlechtes Wetter geprägten Saison zum Teil wett: Per Ende März lag der Saison-Zwischenstand bei den Ersteintritten noch 3,1 Prozent hinter der Vorjahresperiode zurück (Stand Februar: -10,1 Prozent). Beim Transport-Umsatz waren es -3,4 Prozent (Februar: -5,4 Prozent).  

Obwohl die laufende Wintersaison in einigen höher gelegenen Skiorten noch im Gange ist, zieht Seilbahnen Schweiz eine erste Saisonbilanz: Der Winter 2013/2014 wird als mittelmässig in die Annalen der Schweizer Bergbahnen eingehen. Während alle Tourismusgebiete nördlich der Alpen unter dem Vorjahresniveau liegen, konnte das Tessin als einzige Region zulegen; der Südkanton profitierte von aussergewöhnlich ergiebigen Schneefällen und den entsprechend hervorragenden Pistenverhältnissen.

Kaum Winterstimmung im Unterland
Gestartet war die Wintersaison trotz spätem Schneefall – dank technischer Beschneiung – eigentlich gut. Der Januar und vor allem der Februar waren dann für die Bergbahnbranche allerdings schwierig: Einerseits war es aussergewöhnlich warm, und es hatte kaum je bis ins Flachland geschneit – entsprechend kam im Mittelland keine richtige Wintersstimmung auf. Dazu kämpften die Bahnen mit der ungewöhnlichen Häufung von zum Teil tagelangen Föhnstürmen, was zu sicherheitsbedingten Betriebsunterbrüchen führte.

Überdies war ausgerechnet an den Wochenenden das Wetter mehrheitlich schlecht; entsprechend schwach war dann der Aufmarsch der Tagesausflügler. Dank der erfreulichen Gäste- und Umsatzentwicklung im März konnten aber die zuvor eingefahrenen Einbussen zu einem schönen Teil wettgemacht werden.

Tendenziell stagnierendes Wintergeschäft
SBS-Direktor Ueli Stückelberger: „Das Wetter mischt nun mal stark mit im Bergbahngeschäft – mal profitieren die Bahnen davon, mal eben weniger.“ Man müsse sich zudem bewusst sein, dass der Wachstumsboom des Skitourismus der 80er- und 90er-Jahre vorbei sei. „Die Wintersportbahnen müssen sich mit tendenziell stagnierenden oder gar leicht rückläufigen Ersteintritten auseinandersetzen“, so Stückelberger.

Der Wintertourismus befinde sich im ganzen Alpenraum je länger je mehr in einem ausgeprägten Verdrängungsmarkt – dazu komme die Konkurrenz von Badeferienangeboten auch im Winter. Entsprechend sei es für die Bahnen wichtig, sich mit cleveren Ideen und guten Angeboten auf seine Zielmärkte auszurichten, sagt Ueli Stückelberger. Dies sei natürlich leichter gesagt als getan. „Es gibt in unserem Land aber hervorragende Bahnen, auch innovative Köpfe in der Branche, zudem hat die Schweiz bezüglich durchschnittlicher Höhe der Schneesportgebiete im alpinen Vergleich gute Karten“, zeigt sich Stückelberger zuversichtlich. (SBS/mc/pg)

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