CH-Schluss: SMI legt 0,6% auf 9’387 Punkte zu

Von moneycab - 18:16

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Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Mittwoch im Fahrwasser anziehender Kurse an der Wall Street klar in die Gewinnzone hochgekämpft. Besser als erwartete US-Konjunkturzahlen liessen die Anleger nach Aktien greifen, sagten Händler. Die US-Industrie holte im Januar überraschend mehr Aufträge als erwartet herein und die Produzentenpreise entwickelten sich nur moderat, was laut Händlern gegen steigende Zinserwartungen sprach.

Das Geschäft war laut Händlern von Vorsicht geprägt. Nach wie vor stand die Gestaltung des Brexit im Mittelpunkt. Dies liess die Investoren weniger risikofreudig agieren. Nach dem Scheitern des nachgebesserten Brexit-Deals von Premierministerin Theresa May im Parlament in London sollen die Abgeordneten nun am Mittwochabend über einen EU-Austritt ohne Vertrag abstimmen. Würde ein solcher „No-Deal-Brexit“ den Erwartungen entsprechend abgelehnt, käme es am Donnerstag zu einer Abstimmung über eine Verschiebung des Brexits. „All dies lässt darauf schliessen, dass ein ‚weicher Brexit‘ weiterhin die wahrscheinlichste Option bleibt“, schrieb Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,60 Prozent höher auf 9’387,43 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,56 Prozent auf 11’115,77 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,60 Prozent auf 1’447,05 Punkte. Von den 30 SLI-Titeln notierten 28 höher und nur AMS und Schindler waren schwächer.

Den stärksten Anstieg unter den Bluechips verbuchten die Anteile von Vifor Pharma (+2,5%), die am Vortag der Ergebnispräsentation gefragt waren. Von AWP befragte Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 213,8 Millionen Franken.

Dahinter folgten der Softwarekonzern Temenos (+1,2%) und der Bauchemiehersteller Sika (+1,2%). Die Banken Julius Bär (+,12%) und Credit Suisse (+1,0%) befanden sich ebenfalls in der Spitzengruppe. CS trotzten damit einer Abstufung durch JP Morgan auf „Neutral“ von „Overweight“.

Die defensiven SMI-Schwergewichte Nestlé (+0,7%), Roche (+0,4%) und Novartis (+0,5%) stützten den Markt ebenfalls. Novartis wurden dabei von einer FDA-Bewilligung für ein Nachahmerprodukt für das Medikament Diovan kaum gebremst.

Unter Druck standen Schindler (-2,3%). Die Partizipationsscheine wurden gleich von zwei Instituten abgestuft. Barclays hat das Rating auf „Equalweight“ von „Overweight“ zurückgenommen. Goldman Sachs stuft das Papier aus Bewertungsgründen mit „Neutral“ ein und hebt damit die Kaufempfehlung auf.

AMS (-1,3%) büssten im Zusammenhang einer Studie von Longbow Research zum US-Grosskunden Apple an Wert ein. In der Studie berichten die Autoren von einer weiteren Nachfrageverschlechterung für die neueren iPhone-Modelle im Februar. Das wiederum dürften auch Zulieferer wie AMS zu spüren bekommen, hiess es am Markt. Zudem bestätigte Credit Suisse das Rating „Underperform“.

Geberit (+0,4%) erholen sich von dem Kursrückgang vom Dienstag, als sich Anleger wegen einer zurückhaltenden Prognose von den Aktien der Sanitärtechnikfirma getrennt hatten. Die DZ Bank hatte im Anschluss an die Bilanzpräsentation das Rating auf „Halten“ von „Kaufen“ gesenkt. Die ZKB bestätigte ihre Einstufung „Marktgewichten“.

Am breiten Markt schossen die Aktien der Privatbank Edmond de Rothschild um 7,3 Prozent auf 17’600 Fr nach oben. Die Rothschild-Familie will die Aktien von der Börse nehmen und hat ein Angebot zu 17’945 Fr. pro Aktie angekündigt.

Aryzta schnellten um elf Prozent nach oben. Die Aktien des Backwarenhersteller knüpften damit an die starke Performance des Vortages an. Nach den starken Zahlen waren die Aktien am Dienstag um beinahe 10 Prozent nach oben geschossen.

Rieter sackten um 7,8 Prozent ab. Der Textilmaschinenhersteller präsentierte einen trüben Ausblick und kündigte einen Stellenabbau an.

Die Papiere von Hochdorf (-7,1%) setzten den Kursrückgang fort. Nach dem grössten Anteilseiger ZMP Invest hat ein weiterer grosser Aktionär des Milchverarbeiters Veränderungen im Verwaltungsrat gefordert. Hochdorf navigiert derzeit in unruhigen Gewässern: Im ersten Halbjahr rutschte die Gruppe in die Verlustzone und sprach eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr aus.

Die Aktien der SNB fielen mit einem Minus von 10 Prozent auf. Der Titel büsste damit die Hälfte des Vortagesgewinns wieder ein. (awp/mc/ps)

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