Zurich erhält im Beazley-Übernahmeprozedere mehr Zeit

Zurich erhält im Beazley-Übernahmeprozedere mehr Zeit
Hauptsitz der Zurich Insurance Group am Zürcher Mythenquai.

Zürich – Die Zurich-Gruppe erhält für die Vorbereitungen der möglichen Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley mehr Zeit. Die britischen Aufsichtsbehörden hiessen eine Fristverlängerung zur Unterbreitung eines Übernahmeangebots auf Antrag der beiden Gesellschaften gut, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorgeht.

Neu sei die Zurich dazu verpflichtet, den Aktionärinnen und Aktionären von Beazley bis spätestens am 4. März eine verbindliche Absicht zur Unterbreitung eines Übernahmeangebots vorzulegen, hiess es. Ursprünglich hatte die Zurich dazu bis zum (heutigen) Montag Zeit gehabt. Derzeit würden die beiden Parteien die Bedingungen einer möglichen Übernahme von Beazley ausarbeiten, hiess es.

Die Frist basiert auf der sogenannten PUSU-Deadline («Put Up or Shut Up») der britischen Aufsichtsbehörde für Unternehmensübernahmen. Sie verpflichtet einen potenziellen Käufer, bis zu einem festgelegten Termin entweder ein verbindliches Übernahmeangebot vorzulegen oder sich aus dem Bieterverfahren zurückzuziehen.

Prüfung läuft planmässig
Anfang Februar hatten sich Zurich und der Verwaltungsrat von Beazley im Grundsatz über die finanziellen Rahmenbedingungen für ein Kaufangebot geeinigt. Der Schweizer Versicherungskonzern nahm daraufhin die Arbeiten zur Due-Diligence-Prüfung in Angriff. Diese verlaufen laut der Mitteilung planmässig.

Zurich bietet je Beazley-Aktie 1310 britische Pence in bar. Mit der zu erwartenden Dividendenzahlung beträgt der Gesamtwert des Angebots laut früheren Angaben 1335 Pence je Aktie oder total rund 8,0 Milliarden Pfund. Eine erste Offerte von 1280 Pence je Aktie hatte der Verwaltungsrat von Beazley als zu tief zurückgewiesen.

Gemeinsam mit den Briten will Zurich-Chef Mario Greco einen weltweit führenden Anbieter von Spezialversicherungen in Sparten wie Cyber, Infrastruktur oder erneuerbare Energien aufbauen. Das Prämienvolumen soll gegen 15 Milliarden US-Dollar betragen. (awp/mc/ps)

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