Concordia steigert Prämieneinnahmen und schreibt Gewinn

Concordia steigert Prämieneinnahmen und schreibt Gewinn
Concordia-Hauptsitz in Luzern. (Foto: Concordia)

Luzern – Der Krankenversicherer Concordia hat im Jahr 2025 in der Grundversicherung mehr an Prämien eingenommen und zugleich die Verwaltungskosten im Griff behalten. Nach dem starken Kundenwachstum der letzten Jahre ging die Zahl der Grundversicherten zurück.

In allen Versicherungszweigen steigerte Concordia die Prämieneinnahmen im vergangenen Jahr um 10 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken, wie die Gruppe am Montag bekanntgab. Ein kräftiges Plus verzeichnete vor allem die Grundversicherung (+12 Prozent auf 3,1 Milliarden). Grund dafür waren steigende Prämien und das Kundenwachstum der letzten Jahre.

Zuletzt nahm die Versichertenzahl aber ab. Per 1. Januar 2026 zählte Concordia in der Grundversicherung knapp 703’000 Kunden. Das waren rund 37’000 weniger als ein Jahr zuvor. Über die letzten drei Jahre resultiere aber immer noch ein Netto-Zuwachs von rund 75’000 Grundversicherten. Die Gruppe spricht mit Blick auf 2025 von einem Konsolidierungsjahr.

Verwaltungskosten je Prämienfranken gesenkt
Mit dem Kundenwachstum der vergangenen Jahre stiegen auch die bezahlten Leistungen in der Grundversicherung. Der Leistungs- und Schadenaufwand wuchs um 8 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken. Dabei sei es aber gelungen, die Verwaltungskosten je Prämienfranken auf 4,1 Rappen zu senken nach 4,3 Rappen im Jahr zuvor.

Zudem nimmt Concordia laut den Angaben strikte Rechnungskontrollen vor. Im Berichtsjahr seien nach genauer Prüfung 11,1 Millionen Rechnungen sofort bezahlt worden, wogegen 510’000 zur Korrektur an die Rechnungsstellenden zurückgewiesen wurden. Damit seien rund 448 Millionen Franken eingespart worden, was gut 12 Prozent des Prämienvolumens entspricht.

Zurück in schwarzen Zahlen
Unter dem Strich schloss die Grundversicherung der Concordia das Jahr 2025 mit einem Gewinn von 40 Millionen Franken ab, nachdem es 2024 auch wegen Abschreibungen einen Verlust von 91 Millionen gegeben hatte. Die übrigen Versicherungen erzielten einen Ertragsüberschuss von 44 Millionen. Positiv auf die Resultate hätten solide Kapitalanlagerenditen gewirkt.

Derweil sieht sich Concordia mit einem auf 1,4 Milliarden Franken gestiegenen Eigenkapital und einer Eigenkapitalquote von 39 Prozent gut kapitalisiert. (awp/mc/pg)

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