Graubünden: Quartalsbericht Grossraubtiere für das erste Quartal 2026

Graubünden: Quartalsbericht Grossraubtiere für das erste Quartal 2026
(Bild: KORA.ch)

Chur – Gemäss Art. 34 Kantonales Jagdgesetz (KJG) ist es Aufgabe des Amts für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF), die Bevölkerung über die Lebensweise des Wildes, seine Bedürfnisse und seinen Schutz ausreichend zu informieren. Das AJF kommuniziert im Bereich der Grossraubtiere aktiv mit Einzelnachrichten und periodischen Berichten sowie über einen SMS-Dienst für Nutztierhalter über Geschehnisse rund um den Wolfsbestand im Kanton Graubünden.

Auf einer Karte sind auf der Webseite des Amtes alle durch die Wildhut bestätigten Beobachtungen der letzten 6 Monate für die Arten Bär, Goldschakal, Luchs und Wolf einsehbar. Die Beobachtungen werden nach der Erfassung der Beobachtung in der AJF-Datenbank ohne Zeitverzögerung auf der Karte angezeigt. Je durchsichtiger eine Markierung auf der Karte ist, desto länger liegt diese zurück. Nutztierrisse werden mit einem kleinen schwarzen Kreis markiert und am Ende des jeweiligen Jahres ausgeblendet.

Wolf
Per 31. März 2026 sind 8 Wolfsrudel innerhalb des Kantons und ein grenzüberschreitendes Rudel bestätigt. In drei weiteren Gebieten ist der Rudelstatus derzeit unklar.

Im Januar kam es auf dem Gemeindegebiet von Albula/Alvra und Grenze zu Davos zu mehreren Sichtungen von zwei Wölfen in Siedlungsgebieten, welche ein verzögertes Fluchtverhalten aufwiesen. Auf dem Gemeindegebiet von Sumvitg kam es im März zu Sichtungen eines Wolfes in der Nähe von Siedlungsgebieten. Link zu Verhaltensregeln beim Wolf

Bär
Im 1. Quartal gingen 13 Hinweise von Bären ein. Die Nachweise stammen aus den Gemeindegebieten von Zernez und Scuol. Die genetische Identifikation ist ausstehend.

Luchs
Im 1. Quartal gab es 513 bestätigte Luchsnachweise im Kanton Graubünden.

Goldschakal
Im ersten Quartal kam es auf den Gemeindegebieten von Trun und Sumvitg zu zwei Sichtungen und zwei Fotofallennachweisen eines Goldschakals.

Weitere Informationen
Das Amt für Jagd und Fischerei bietet auf seiner Webseite unter www.wolf.gr.ch Informationen zu Grossraubtieren in Graubünden an. Auf der Homepage erscheint zudem das monatliche «Monitoring Wolfsmanagement» mit den neusten Zahlen zum Wolf im Kanton.
Nach wie vor wird das SMS-Informationssystem betrieben. Die Mitteilungen stehen Landwirten, Hirten, Imkern und Gemeindebehörden zur Verfügung. Informationen zur Grossraubtiersituation auf nationaler Ebene sind unter KORA.ch zu finden.

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