CH-Eröffnung: Verluste – Schwergewichte belasten

CH-Eröffnung: Verluste – Schwergewichte belasten
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch tiefer in den Handel gestartet. Neben negativen Vorgaben der asiatischen und US-Börsen werden die Märkte weiterhin von den anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie den steigenden Renditen amerikanischer Staatsanleihen belastet. Die heute Abend anstehenden Nvidia-Zahlen gelten erneut als zentrales Ereignis.

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten mit Blick auf den Iran-Krieg und die weiterhin blockierte Strasse von Hormus bleibt laut Markbeobachtern hoch. US-Präsident Donald Trump verschob zwar einen möglichen Angriff auf den Iran, drohte aber gleichzeitig mit neuen Militärschlägen, falls keine Einigung erzielt wird. Entsprechend zeigt sich auch bei den Ölpreisen keine Entspannung und das Barrel Brent notiert am Mittwochmorgen weiterhin über 110 US-Dollar.

Tech-Aktien im Fokus

Marktteilnehmer warnen zudem vor einer «Gefahrenzone» am US-Anleihemarkt. Vor allem die stark steigenden Renditen langfristiger US-Staatsanleihen könnten die Inflations- und Zinssorgen weiter verschärfen, heisst es. So stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe auf den höchsten Stand seit 2007. Damit mehren sich die Sorgen, dass die Notenbanken Zinssenkungen verschieben oder im Extremfall sogar wieder Zinserhöhungen diskutieren könnten.

Besonders im Fokus stehen deshalb hoch bewertete Technologie- und Wachstumswerte. Die Erwartungen an die Nvidia-Zahlen gelten als enorm hoch. Aufmerksamkeit erhalten zudem die Inflationsdaten aus der Eurozone, das Fed-Sitzungsprotokoll am Abend sowie der US-Ölmarktbericht.

Schwergewichte belasten

Der Swiss Market Index (SMI) verliert gegen 9.15 Uhr 0,49 Prozent auf 13’299,82 Punkte. Der SMIM gibt um 0,27 Prozent auf 2970,07 Punkte nach, während der breite SPI 0,42 Prozent tiefer notiert.

Bei den Blue Chips führen Logitech (+0,9%) die Gewinnerliste an, nachdem der Konzern eine Dividendenerhöhung angekündigt hat. Ebenfalls im Plus liegen ABB (+0,8%) sowie UBS (+0,4%) nach einer Kurszielerhöhung durch Oddo.

Deutlich tiefer notieren dagegen die Schwergewichte Nestlé (-1,3%) und Roche (-0,7%), während sich Novartis im Rahmen des Gesamtmarktes bewegt.

Ypsomed mit Kurssprung

Im breiten Markt springen Ypsomed um 8,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen überzeugte mit starken Jahreszahlen und kündigte zudem eine Verdoppelung der Dividende an. Weniger gut kommen dagegen die Zahlen von EFG International (-0,9%) an.

Bei den hiesigen Technologiewerten hält die Zuversicht im Vorfeld der Nvidia-Zahlen an. So zählen VAT Group (+1,2%), Ams-Osram (+2,1%), Inficon (+0,8%) und Comet (+1,9%) zu den grösseren Gewinnern.

Zulegen können zudem Flughafen Zürich (+1,0%), unterstützt von einer neuen Kaufempfehlung durch Exane BNP. (awp/mc/pg)

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