Groupe E baut erneut Stellen ab
Freiburg – Der Freiburger Energieversorger Groupe E verschlankt seine Strukturen. In diesem Zuge werden bis Anfang 2027 weitere Stellen abgebaut.
Per 1. Januar 2027 werde die Unternehmensstruktur vereinfacht, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die neue Struktur gliedere sich in eine Geschäftsleitung, drei operative Direktionen – Energie, Stromverteilung und Energielösungen – sowie zwei bereichsübergreifende Direktionen für Governance und Kommunikation sowie Finanzen und Informatik.
Ziel sei es, Entscheidungswege zu verkürzen, Synergien zu nutzen und die operative Effizienz zu steigern. Die Personalabteilung werde künftig direkt dem Generaldirektor unterstellt.
Im Zuge der Umstrukturierung verlässt Urs Vogt, bisher Direktor Marketing, das Unternehmen zum Jahresende. Die Tochtergesellschaft Groupe E Celsius wird in eine Asset-Gesellschaft umgewandelt, deren Mitarbeitende zur Groupe E wechseln. Direktor Pascal Abbet tritt, wie bereits bekannt, per Ende 2026 in den Ruhestand.
Weitere Sparmassnahmen
Mit den Massnahmen verbunden ist ein Stellenabbau: Im Kader werden 12 bis 16 Stellen und auf Mitarbeitendenebene 10 bis 15 Stellen gestrichen. Die betroffenen Mitarbeitenden würden durch den bestehenden Sozialplan unterstützt.
Die Details der neuen Organisation und die sozialen Auswirkungen werden laut der Mitteilung bis September 2026 geklärt. Eine allfällige Konsultation der Personalvertretung im Falle einer Massenentlassung würde nach diesem Termin stattfinden.
Parallel dazu setzt die Gruppe weitere Sparmassnahmen um. So will die Groupe E die nötigen Investitionen in Energieproduktion, Netze und Fernwärme sichern und die Energiewende weiter vorantreiben.
Die Groupe E hatte bereits im Vorjahr einen Abbau von über 100 Stellen angekündigt. Grund war die schwierige Marktentwicklung. Die Gruppe beschäftigt derzeit noch 2300 Mitarbeitende und 210 Lernende. (awp/mc/ps)