Zehnder steigert Umsatz und operative Marge im ersten Halbjahr

Zehnder steigert Umsatz und operative Marge im ersten Halbjahr
Matthias Huenerwadel, CEO Zehnder Group. (Bild: Zehnder/mc)

Gränichen – Der Raumklimaspezialist Zehnder hat im ersten Halbjahr 2026 mehr Umsatz gemacht und die um Einmaleffekte bereinigte operative Marge gesteigert. Mit Blick nach vorn zeigt sich das Management vorsichtig.

Der Umsatz stieg zwischen Januar und Juni um 3,2 Prozent auf 394,9 Millionen Euro, wie die Aargauer Gruppe am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz im Lüftungsbereich legte dabei um 7 Prozent auf 272,1 Millionen Euro zu, während das Heizkörpergeschäft um 5 Prozent auf 122,7 Millionen Euro schrumpfte. Die Lüftungen machen damit nun neu 69 Prozent des Gesamtumsatzes aus (VJ: 66%).

Bereinigter Betriebsgewinn höher
Das um Einmaleffekte bereinigte operative Betriebsergebnis EBIT legte um 15,3 Prozent auf 37,7 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge kam bei 9,5 Prozent zu liegen nach 8,5 Prozent in der Vorjahresperiode.

Die Einmaleffekte von 5,5 Millionen Euro gehen auf die im Juni angekündigte Reorganisation des Europageschäfts in zwei eigenständige Divisionen zurück. Die organisatorischen Anpassungen sollen am 1. Oktober 2026 greifen, die rechtliche Trennung der Lüftungs- und Heizkörperaktivitäten ist per 1. Januar 2027 geplant. Insgesamt erwartet das Management für das Gesamtjahr einmalige Belastungen in Höhe von rund 10 Millionen Euro.

Der Reingewinn verbesserte sich um 1,7 Prozent auf 23,9 Millionen Euro. Die Zahlen lagen insgesamt über den Erwartungen der von AWP befragten Analysten, einzig das Heizkörpersegment blieb hinter dem Konsens zurück.

Leichtes Umsatzwachstum erwartet
Mit Blick nach vorn äussert sich das Management nun erstmals konkret zu den erwarteten Zahlen für das Gesamtjahr 2026. Demnach stellt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 770 und 790 Millionen Euro (VJ: 760,7 Mio) sowie eine bereinigte EBIT-Marge etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres in Aussicht.

Im ersten Halbjahr sei die Bautätigkeit in Europa insgesamt auf einem weiterhin tiefen Niveau geblieben, heisst es dazu. Insbesondere höhere Baukosten und Zinssätze belasteten. Die Unsicherheiten durch den Nahostkrieg könnten nun zu weiteren kostenseitigen Negativeffekten führen.

Für den Rest des Jahres erwartet Zehnder «sich stabilisierende Renovierungsmärkte und insgesamt eine weiterhin vorsichtige Erholung bei den Neubauten». Gleichzeitig bestätigt das Unternehmen seine Mittelfristziele von rund 5 Prozent jährlichem Umsatzwachstum und einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 9 bis 11 Prozent. (awp/mc/ps)

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