Einkaufsmanager-Index für Industrie bleibt über Wachstumsschwelle

Einkaufsmanager-Index für Industrie bleibt über Wachstumsschwelle
(Bild: © Christian42 / AdobeStock)

Zürich – Die Stimmung bei den Schweizer Industriefirmen hat sich im Juli gegenüber dem Vormonat wenig verändert. Der sogenannte Einkaufsmanagerindex (PMI) blieb klar im positiven Bereich. Und der Dienstleistungs-PMI hat sich vom bereits starken Vormonat sogar nochmals verbessert.

Konkret fiel der PMI für die Industrie im Juli zwar um 1,1 auf 53,2 Punkte, notiert damit aber bereits den fünften Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Auf diesem Niveau deute der Indikator trotz der geopolitischen Unsicherheiten in den letzten Monaten auf eine anhaltende Expansion der hiesigen Industrie hin, schreiben die UBS und der Einkauf-Fachverband Procure.ch in einer Mitteilung vom Montag.

Einkaufspreise und Lieferfristen steigen
Bei den Teilindizes sei die Produktionskomponente im Juli zwar deutlich gefallen, mit 54,2 Punkten aber über der Wachstumsschwelle geblieben und habe so wesentlich zur positiven Dynamik des Indikators beigetragen, heisst es weiter. Die Auftragsbestandskomponente verharrte derweil nahe bei 53 Punkten und deute damit nach einer längeren Phase des Rückgangs auf eine Erholung des Auftragsvolumens hin. Wie bereits in den letzten acht Monaten habe hingegen die Beschäftigungskomponente den Indikator belastet. Sie fiel um 1,3 Punkte auf 47,7.

Sowohl die Einkaufspreise als auch die Lieferfristen dürften im Juli weiter gestiegen sein, wobei laut UBS die entsprechenden Komponenten um 1,4 und 2,0 Punkte auf erhöhte Niveaus von 74,2 und 62,9 zulegten. Seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten Ende Februar sind diese Komponenten um fast 20 bzw. fast 10 Punkte gestiegen, was die Belastung der globalen Lieferketten widerspiegeln dürfte. Dies decke sich mit den Berichten der Einkaufsmanagerinnen und -manager über höhere Preise, insbesondere für erdölbasierte Produkte.

Dienstleistungs-PMI auf höchstem Stand seit 2017
Noch deutlich besser sieht die Situation im vor allem inlandorientierten Dienstleistungssektor aus. Hier stieg der PMI im Juli um 4,1 auf 63,9 Zähler und damit den höchsten Stand seit August 2017. Seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2014 habe der Indikator die 60-Punkte-Marke nur in zwölf Perioden überschritten und sei im Durchschnitt nur zwei Monate darüber geblieben, heisst es dazu.

Deutlich verbessert hat sich unter anderem die Beschäftigungskomponente. Während die meisten anderen Komponenten in den Vormonaten deutlich angestiegen waren, hatte sie von April bis Juni unter der Wachstumsschwelle gelegen. Im Juli verbesserte sich die Beschäftigungsdynamik nun aber deutlich, wobei die Komponente um 4,6 Punkte auf 51,5 stieg und damit wieder über die 50-Punkte-Marke kletterte.

Der Dienstleistungs-PMI lag im Juli deutlich über den Erwartungen von Ökonomen, während der Industrie-PMI lediglich im unteren Bereich der Erwartungen ausfiel. (awp/mc/ps)

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