HSBC nimmt Aktienrückkäufe wieder auf – Gewinn steigt stärker als erwartet
London – Die britische Grossbank HSBC hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Die Bank kündigte zudem an, den Rückkauf eigener Aktien wieder aufzunehmen und das bisherige Ziel bei den Einsparungen zu erhöhen. Im zweiten Quartal legte der Gewinn vor Steuern um 60 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar zu, wie das Geldhaus am Dienstag in Hongkong und London mitteilte. Die um Sonder- und Währungseffekte bereinigten Erträge stiegen um rund sieben Prozent auf 19 Milliarden Dollar. Damit übertraf die Bank die Erwartungen bei diesen beiden Kenngrössen.
HSBC-Chef Georges Elhedery geht ausserdem jetzt davon aus, dass die jährlichen Kosten wegen des Sparkurses um 2 Milliarden Dollar sinken werden. Bisher hatte er mit 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich tausende Jobs und stiess mehrere Geschäftsbereiche ab oder machte sie dicht. Die HSBC erzielt den grössten Teil ihrer Erträge und Gewinne in Asien. Elhedery setzt auf den Ausbau des Geschäfts dort.
Zuletzt hatte die Bank in Hongkong die Komplettübernahme der dortigen Tochter für 14 Milliarden Dollar angekündigt. Deswegen kaufte die HSBC in den vergangenen Monaten keine eigenen Aktien zurück. Jetzt fühlt sich die Bank wieder mit genügend Kapital ausgestattet, um eigene Anteile vom Markt zu nehmen. Das neue Programm zum Aktienrückkauf hat ein Volumen von bis zu einer Milliarde Dollar. (awp/mc/ps)