Berner Kantonalbank steigert Gewinn trotz Rückgang im Zinsgeschäft

Berner Kantonalbank steigert Gewinn trotz Rückgang im Zinsgeschäft
Armin Brun, CEO Berner Kantonalbank. (Foto: BEKB)

Bern – Die Berner Kantonalbank (BEKB) blickt auf ein von Nullzinsen geprägtes erstes Halbjahr 2026 zurück. In diesem Umfeld bleibt die Haupteinnahmequelle, das Zinsgeschäft, unter Druck. Dank der guten Entwicklung im Anlagegeschäft gelang es aber dennoch, den Gewinn zu steigern.

Der Geschäftserfolg der BEKB, der in der Branche als Mass für die operative Leistung gilt, stieg um 12,3 Prozent auf 127,8 Millionen Franken, wie die Bank am Mittwoch bekanntgab. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 82,6 Millionen. Das war ein Plus von 8,3 Prozent.

Das Zinsgeschäft litt aber weiterhin unter der Nullzinspolitik der Nationalbank (SNB). Netto fiel der Zinserfolg im Halbjahr um 4,2 Prozent auf 183,3 Millionen Franken.

Dieser Rückgang wurde von der BEKB mit weiterem Wachstum im Anlagegeschäft aufgefangen. Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg stieg um 11,9 Prozent auf 70,1 Millionen Franken. Zudem nahmen der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um 55,2 Prozent auf 14,2 Millionen und der übrige Erfolg um 70,2 Prozent auf 23,7 Millionen zu.

Insgesamt rückte der Geschäftsertrag um 5,1 Prozent auf 291,2 Millionen Franken vor. Demgegenüber stieg der Geschäftsaufwand um 2,0 Prozent auf 142,9 Millionen. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich so innert Jahresfrist um 1,5 Punkte auf 49,1 Prozent.

Zuversicht für das Gesamtjahr
Aufseiten der Kundenausleihungen verbuchte die BEKB in den Monaten Januar bis Juni weiteres Wachstum. Sie stiegen um 2,6 Prozent auf 32,8 Milliarden Franken. Mit der Vergabe von Hypotheken allein wurde gar ein Wachstum von 3,2 Prozent erzielt.

Die Kundeneinlagen nahmen um 2,4 Prozent auf 28,8 Milliarden Franken zu. Werden die gesamten verwalteten Vermögen betrachtet, die auch die von Beraterinnen und Beratern betreuten Wertschriftendepots umfassen, gelang der BEKB ein Zuwachs um 4,8 Prozent auf 47,5 Milliarden Franken.

«Wir sind operativ sehr gut unterwegs», wird BEKB-Chef Armin Brun zitiert. Mit einer soliden finanziellen Basis, der hohen Ertragskraft und dank des diversifizierten Geschäftsmodells blicke man dem weiteren Jahresverlauf mit Zuversicht entgegen. Brun erwartet eine weiterhin erfreuliche Geschäftsentwicklung. (awp/mc/pg)

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