UBS schliesst Fonds-Vertriebsgesellschaft in China
Zürich/Shenzhen – Die Grossbank UBS schliesst ihre Fonds-Vertriebsgesellschaft im chinesischen Shenzhen. Die 2022 gestartete Gesellschaft richtete sich über die Digitalplattform WE.UBS an wohlhabende chinesische Investoren.
Eine UBS-Sprecherin bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP einen Reuters-Bericht über die Schliessung des Geschäfts noch im laufenden Monat. Die Massnahme sei Teil einer Bündelung der Geschäftsbereiche und Ressourcen im chinesischen Markt.
Die weiteren Vermögensverwaltungsplattformen der UBS führten ihre Geschäfte wie gewohnt fort, einschliesslich des Fondsvertriebs, betonte die Sprecherin weiter. Für die Grossbank bleibe die südchinesische «Greater Bay Area» eine wichtige Wachstumsregion.
Gemäss dem Reuters-Bericht hatte die Fonds-Vertriebsgesellschaft seit ihrem Start im Oktober 2022 Mühe, in dem hart umkämpften chinesischen Fondsmarkt genügend Investoren anzuziehen. Daneben habe sie aber auch mit dem Wettbewerb innerhalb der Grossbank zu kämpfen gehabt, schrieb die Nachrichtenagentur mit Verweis auf informierte Personen.
Laut Reuters ist die mit dem E-Commerce-Riesen Alibaba verbundene Finanztechnologie-Firma Ant Group der grösste Player im lokalen Markt für Fondsprodukte in China. Die hohe Konkurrenz in dem Markt mit rund 400 Rivalen mache generell die Kundenakquisition sehr teuer. Die Plattform WE.UBS habe es seit der Gründung nie in die Liste der 100 grössten Fondsplattformen geschafft. (awp/mc/pg)