Devisen: Dollar legt weiter zu – Fed-Erwartung und Ölpreis geben Rückenwind

Devisen: Dollar legt weiter zu – Fed-Erwartung und Ölpreis geben Rückenwind
(KI-generiert)

Zürich – Die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den USA und der höhere Ölpreis haben dem US-Dollar über das Wochenende weiteren Auftrieb gegeben. Der EUR/USD-Kurs rutschte in der Folge weit unter die 1,16er-Marke.

Aktuell steht der Kurs bei 1,1567 nach 1,1594 am Freitagabend. Auch der Schweizer Franken verlor zum Dollar an Wert. Der USD/CHF-Kurs näherte sich in der Folge der 0,82er-Schwelle an und notiert aktuell bei 0,8181 nach 0,8167 vor dem Wochenende.

Der Grund für die Dollarstärke ist, dass eine Zinserhöhung in den USA wahrscheinlicher geworden ist. Anlagen in Dollar werden bei höheren Zinsen attraktiver, was die Währung stützt. Aktuell erwartet der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 87 Prozent, dass die US-Notenbank Fed am Mittwochabend die Zinsen anheben wird.

Daran haben auch die Drohungen von US-Präsident Donald Trump nichts geändert, dass er bei einer Zinsanhebung einen Handelsstopp mit bestimmten Ländern verfügen werde. «Ich werde das bei einigen Ländern tun. Ich habe keine Wahl», behauptete er.

Neben dem sich abzeichnenden Fed-Entscheid hilft auch der wieder stark gestiegene Ölpreis der US-Währung, weil der Ölhandel hauptsächlich in Dollar abgewickelt wird. Der Ölpreis ist in der Nacht auf Montag zeitweise auf knapp 108,50 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent gestiegen.

Derweil bleibt der Franken auch gegenüber dem Euro unter Druck, was Experten mit dem grösseren Zinsunterschied der Eurozone zur Schweiz erklären. Das Duo markierte in der Nacht auf Montag ein neuerliches Jahreshoch bei 0,94746, aktuell notiert es mit 0,9463 wieder leicht darunter. (awp/mc/ps)

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