Schweiz erzielt deutlich höheren Leistungsbilanz-Überschuss

Schweiz erzielt deutlich höheren Leistungsbilanz-Überschuss
Birsterminal der Schweizerischen Rheinhäfen. (Foto: Port of Switzerland)

Zürich – Die Schweiz hat im zweiten Quartal 2026 deutlich mehr Geld aus dem Ausland eingenommen als dorthin abgeflossen ist. Der Überschuss in der sogenannten Leistungsbilanz hat sich gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Hauptgrund war der Warenhandel.

Von April bis Juni belief sich der Überschuss auf 23,7 Milliarden Franken, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Dienstag mitteilte. Im zweiten Quartal 2025 waren es lediglich 10,2 Milliarden gewesen. Allerdings war der damalige Überschuss laut SNB ungewöhnlich tief ausgefallen.

Warenhandel sorgt für Anstieg
Für den kräftigen Anstieg war vor allem der Handel mit Waren verantwortlich. So verdienten Schweizer Unternehmen deutlich mehr mit dem sogenannten Transithandel. Dabei kaufen Firmen Waren im Ausland und verkaufen sie direkt in ein anderes Land weiter, ohne dass die Güter die Schweiz passieren. Zudem fiel das Minus im Goldhandel kleiner aus als vor einem Jahr.

Insgesamt stieg der Überschuss aus dem Handel mit Waren und Dienstleistungen auf 25,3 Milliarden Franken nach 14,8 Milliarden im Vorjahresquartal. Bei den übrigen Einnahmen und Ausgaben aus dem Ausland gab es vergleichsweise geringe Veränderungen.

Das Nettoauslandsvermögen der Schweiz nahm gegenüber dem Vorquartal um 22 Milliarden auf 986 Milliarden Franken zu. Dazu trugen vor allem die gestiegenen Aktienkurse an den Börsen im In- und Ausland bei. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert