Addex bringt Programme im zweiten Quartal weiter voran

Addex bringt Programme im zweiten Quartal weiter voran
Tim Dyer, CEO Addex Therapeutics (Bild: Addex, Moneycab)

Genf – Das Biotechunternehmen Addex ist im zweiten Quartal erwartungsgemäss in den roten Zahlen geblieben. Die liquiden Mittel beliefen sich per Ende Juni 2026 auf 0,8 Millionen Franken.

Einnahmen verbuchte Addex im zweiten Quartal keine nennenswerten. Die Ausgaben beliefen sich laut einer Mitteilung vom Montag im gleichen Zeitraum auf etwa 0,65 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 1,75 Millionen Franken (VJ -1,96 Mio).

Während das zweite Quartal eher ruhig war und vor allem im Zeichen des eigenen präklinischen GABAB-Pam-Programms gegen chronischen Husten stand, waren es vor allem die Massnahmen im dritten Quartal, die für den weiteren Geschäftsverlauf relevant sein dürften.

Wichtige Weichen im Q3 gestellt
Erst vor einem Monat und damit nach Ablauf des Berichtzeitraums hatte Addex nämlich mitgeteilt, sich über eine sogenannte «At-the-Market»-Vereinbarung (ATM) 2,8 Millionen US-Dollar beschafft zu haben. Die Barmittel des Biotechunternehmens reichen damit den seinerzeit gegebenen Angaben bis ins vierte Quartal 2027.

Erst am vergangenen Freitag meldete Addex zudem, dass der Forschungspartner Indivior die Rechte an einem Portfolio von GABAB-PAM-Wirkstoffkandidaten zurückgegeben habe. Der Grund ist eine Forschungs- und Entwicklungsbereinigung nach der Fusion von Indivior mit Supernus Pharmaceuticals. Das Portfolio zielt auf Erkrankungen im Zusammenhang mit Substanzkonsum ab.

Addex-Chef Tim Dyer wertete diese Rückgabe positiv. Der Medikamentenkandidat sei nicht gescheitert, betonte der CEO gegenüber der Nachrichtenagentur AWP am Freitag. Vielmehr erhalte Addex nun ein Programm zurück, in das bereits erhebliche Summen investiert worden seien.

Als erfreulich wertet Dyer zudem die Fortschritte des Spin-Offs Neurosterix. Es sei auf «dem besten Weg, die Phase-1-Studie mit NTX-253 – einem M4-positiven allosterischen Modulator mit Potenzial bei Schizophrenie – im Laufe des vierten Quartals abzuschliessen», wird er in der Mitteilung zitiert.

Neurosterix wurde im April 2024 aus Addex herausgelöst und mehrheitlich an die Investmentgesellschaft Perceptive Advisors verkauft. Addex behielt allerdings einen Anteil von einem Fünftel. (awp/mc/ps)

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