CH-Eröffnung: Wenig verändert zum Start
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt legt zum Wochenstart im frühen Handel zwar zunächst zu, kann die Auftaktgewinne aber nicht lange halten und bewegt sich mittlerweile in einer engen Spanne um den Schlusskurs vom Freitag. Als grundsätzlich stützend werten Händler die Vorgaben der Wall Street und aus Asien. Allerdings sorgen die Nachrichten aus Europa für eine anhaltende Spannung.
Die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag haben die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung des Feds deutlich reduziert, begründen Händler die Kursgewinne in den USA und Asien. Während der Aufwärtsdruck bei den Renditen für US-Staatsanleihen etwas nachgelassen hat, bleiben in Europa vor allem die hohen Renditen französischer Staatsanleihen ein Belastungsfaktor. «Sie spiegeln das Misstrauen der Anleger gegenüber der französischen Fiskalpolitik und der hohen Staatsverschuldung wider», so ein Händler. Zudem stehen in Spanien Neuwahlen an, was weiter verunsichert.
Bond-Auktionen im Fokus
Angesichts eines vergleichsweise leeren Kalenders für diese Woche dürften verschiedene Auktionen diese Woche in den Fokus rücken. Sie dürften nach Ansicht einer Händlerin einige Hinweise darauf geben, wie es um die Nachfrage der Anleger steht. So verkauft Frankreich heute kurzfristige Schatzwechsel, Österreich tritt morgen an den Markt, und Deutschland verkauft am Mittwoch siebenjährige Anleihen. «Es wird interessant sein zu sehen, ob die Nachfrage ausserhalb Frankreichs weiterhin robust bleibt oder ob sich die Nervosität ausbreitet.»
Jenseits des Atlantiks könnten die Auktionen von 10- und 30-jährigen US-Anleihen zusätzlichen Druck ausüben: Wenn die Anleger dort noch höhere Renditen verlangen, könnten europäische Anleihen Schwierigkeiten haben, Entlastung zu finden.
Analystenkommentare bewegen
Der SMI steht gegen 09.20 Uhr kaum verändert bei 13’664,15 Punkten (+0,02%). Die Verlierer (13) sind in der Überzahl. Der Mid-Cap-Index SMIM legt um 0,17 Prozent auf 3056,64 Punkte zu und der breite SPI gewinnt 0,11 Prozent auf 19’417,75 Zähler.
Vor allem Analystenkommentare sorgen am Morgen für Bewegung. So ziehen Givaudan an der SMI-Spitze um 1,2 Prozent an, nachdem Barclays sie hochgestuft hat. Auch bei Richemont (+0,5%) greifen Investoren nach positiven Analystenkommentaren zu.
Das Verliererfeld ist mit Titeln wie Geberit, Swiss Re und Alcon bunt durchmischt. Die Abgaben sind mit -0,8 bis -0,5 Prozent aber recht moderat. (awp/mc/pg)