US-Eröffnung: Moderate Verluste – Ölpreise ziehen weiter an
New York – Hohe Anleiherenditen und weiter steigende Ölpreise haben auch am Donnerstag die Kauflaune an den US-Aktienmärkten getrübt. Der Dow Jones Industrial verlor 0,2 Prozent auf 51.101 Punkte. Der marktbreite S&P 500 büsste 0,2 Prozent auf 7.789 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent auf 31.079 Punkte abwärts.
Die Ölpreise legten erneut zu, nachdem Medien über mögliche neue Angriffe der USA auf den Iran berichtet hatten. Dabei könnten grössere Militäreinsätze in den kommenden Wochen wieder aufgenommen werden, berichteten das Nachrichtenportal «Axios» und der US-Sender NBC News unter Berufung auf Insider.
Laut dem Magazin «The Atlantic», das sich auf zwei Regierungsvertreter beruft, forderte das Weisse Haus das Verteidigungsministerium auf, Optionen für Angriffe auf den Iran noch vor den Zwischenwahlen im November auszuarbeiten. Damit widerspricht der Bericht der bislang weit verbreiteten Erwartung, dass US-Präsident Donald Trump eine weitere Eskalation des Konflikts mit Teheran vor den Zwischenwahlen vermeiden würde.
Die Aktien der Google-Muttergesellschaft Alphabet stiegen um 0,4 Prozent. Google Cloud, die Cloud-Computing-Plattform des Suchmaschinenbetreibers, treibt die Integration seines KI-Assistenten Gemini im Unternehmensgeschäft voran. Gemini soll nicht mehr nur als reines Werkzeug für Antworten und Inhalte fungieren, sondern auch als Agent, der gewünschte Ergebnisse selbstständig vorbereitet und umsetzt.
Die Papiere von Starbucks gaben um 3,4 Prozent nach. Laut einem Bericht der «Financial Times» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, hat die Kaffeehauskette eine Übernahme der Schnellrestaurantkette Chipotle geprüft. Deren Aktien stiegen um 4,5 Prozent.
Für die Anteilscheine von Wolfspeed ging es um 1,7 Prozent nach oben. Der Hersteller energieeffizienter Halbleiter erhielt vom Pentagon eine bedingte Kreditzusage in Höhe von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar.
Nach Geschäftszahlen zum dritten Quartal stiegen die Titel von Pepsico um 2,2 Prozent. Die organische Umsatzentwicklung und der Gewinn des Getränkekonzerns fielen besser als erwartet aus. Allerdings wurde das Gewinnziel für 2026 reduziert.
Die Papiere von Levi Strauss verloren 3,7 Prozent. Der Jeans-Hersteller hatte für das dritte Quartal das geringste Wachstum in seinen Direktvertriebskanälen seit Ende 2022 gemeldet. (awp/mc/ps)