131‘000 Tonnen Elektroschrott im 2013 gesammelt

Elektroschrott

Zürich – Die Schweizer Bevölkerung hat im Jahr 2013 rund 131‘000 Tonnen Elektro-Altgeräte zur Entsorgung abgegeben. Das Gesamtgewicht ging damit im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (135‘000 Tonnen) – im Gegensatz zu den Stückzahlen, die nach wie vor eine steigende Tendenz aufweisen. Der erstmalige Rückgang am Gesamtgewicht ist hauptsächlich der Abnahme von Röhrenbildschirmen zuzuschreiben.  

In der Schweiz können Elektro-Altgeräte kostenlos zum Recycling abgegeben werden. Dies dank der vorgezogenen Recyclinggebühr (vRG), die beim Kauf eines neuen Produkts anfällt. Organisiert und verwaltet wird das Elektronik-Recycling durch die beiden Rücknahmesysteme SENS und Swico Recycling. Im Jahr 2013 sind insgesamt 131‘479 Tonnen Elektroschrott angefallen. Das entspricht 16.2 kg pro Einwohner. In Bezug auf das Gesamtgewicht fallen rund 58 Prozent auf Haushaltgeräte und Leuchtmittel (SENS), 42 Prozent sind Altgeräte aus Informatik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (Swico Recycling).

Leichte Zunahme bei Haushaltgeräten und Leuchten
Im Bereich der Haushaltgeräte und Leuchten hat die recycelte Menge mit insgesamt 76‘175 Tonnen leicht zugenommen (Vorjahr: 74‘700 Tonnen). Wobei Haushaltgrossgeräte und Kühl-, Gefrier-, Klima- und Kompressorgeräte mit 47‘596 Tonnen den grössten Anteil bilden. Gefolgt von Kleingeräten aus Haushalt, Bau, Garten und Hobby sowie Spielwaren. Mit 23‘351 Tonnen fallen 30 Prozent in diesen Bereich. Die Leuchten stellen mit 2‘685 Tonnen recyceltem Material einen relativ kleinen Anteil dar.

Immer mehr Leichtgewichte
In den vergangenen Jahren hat das Gesamtgewicht der zurückgenommenen Elektroaltgeräte immer mehr zugenommen. Im Jahr 2013 hat sich der Technologiewandel bei den Elektronikgeräten wie erwartet erstmals auch im Recycling bemerkbar gemacht. Das Gesamtgewicht an Geräten aus Informatik, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation ist auf 55‘304 Tonnen gesunken (Vorjahr: 61‘295 Tonnen).

Im Gegensatz zu den Stückzahlen, die weiterhin angestiegen sind. Auslöser dafür ist die Umverteilung bei Flach- und Röhrenbildschirmen. Die Zahl an zurückgebrachten CRT-PC-Monitoren ist um 44 Prozent gesunken, bei den Fernsehern sind es immerhin 25 Prozent. Im Vergleich dazu sind die Stückzahlen bei LCD-Bildschirmen um 6 Prozent (PC) und 10 Prozent (TV) angestiegen. Diese Entwicklung wirkt sich spürbar auf das Gesamtgewicht aus. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch in Zukunft fortsetzt, da die Geräte generell immer leichter werden. (Swico/mc/pg)

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