94% der Pendler halten den ÖV für effizient

Geschäftsreise
(Foto: SBB)

Zürich – 54% der Schweizer benützen den öffentlichen Verkehr für den Weg zur Arbeit, deutlich mehr als der europäische Durchschnitt von 34%. Dies geht aus einer Studie der PageGroup hervor. 94% der Befragten waren sich einig, dass die öffentlichen Verkehrsmittel im Hinblick auf Pünktlichkeit schweizweit effizient sind. Auch damit liegt die Schweiz deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 75% und vor den Nachbarländern Österreich (89%), Deutschland (77%), Frankreich (64%) und Italien (54%).

Lediglich 20% der Pendler, die mit Bus, Zug oder Tram anreisen, kommen gestresst zur Arbeit, bei den Automobilisten sind es 32%. Allerdings gibt es hier regionale Unterschiede. So empfanden 17% der Befragten ÖV-Nutzer im deutschsprachigen Raum die Anfahrt zur Arbeit als stressig. Im französischsprachigen Raum war der Anteil – trotz in der Regel kürzerer Anfahrtszeiten – mit 24% etwas höher.

In 43 Minuten von Tür zu Tür
Im Durchschnitt nahm der Weg zur Arbeit im deutschsprachigen Raum 43 Minuten in Anspruch, im französischsprachigen Raum 38 Minuten. Zum Vergleich: In Kontinentaleuropa sind die Pendler durchschnittlich 42 Minuten unterwegs.

Umzug: Romands sind flexibler
In der Schweiz ist fast jeder zweite Arbeitnehmer bereit, umzuziehen, wenn dadurch der Weg zur Arbeit kürzer und stressfreier wird. Auch hier gibt es wieder regionale Unterschiede: Im französischsprachigen Raum sind 57% dazu bereit, im deutschsprachigen Teil lediglich 34%, also fast 20% weniger.

Xavier Chauville, Executive Director bei Page Personnel (Marke der PageGroup), meint zum Ergebnis der Studie: „Viele Kandidaten erwarten von ihren Arbeitgebern gewisse Freiheiten und Leistungen im Hinblick auf ihren Arbeitsweg. In einem sehr kompetitiven Umfeld sind einige Unternehmen bereit, den Arbeitsweg als Teil der gesetzlichen Arbeitszeit anzusehen. Solche Faktoren gewinnen in der aktuellen Wirtschaftslage, wo Löhne oft gekürzt werden, immer mehr an Bedeutung“. (PageGroup/mc/pg)

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