Altersreform 2020: Schweizerischer Gewerbeverband lehnt Kompromisse ab

Hans-Ulrich Bigler
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Bern – Der Schweizerische Gewerbeverband sgv spricht sich gegen jegliche Erhöhung der Mehrwert­steuer zur Finanzierung der Altersreform 2020 aus. Laut Bericht des Bundesrats gefährdet die Vorlage 15‘000 Arbeitsplätze und das Wirtschaftswachstum wird jährlich um einen Viertel ein­geschränkt. Vor diesem Hintergrund sind seitens der Wirtschaft keine faulen Kompromisse angesagt.

Für den Schweizerischen Gewerbeverband sgv ist das Reformpaket Altersvorsorge 2020 mit zusätz­lich 12 Milliarden Franken und nur gerade knapp einer Milliarde an Einsparungen einseitig auf Mehr­einnahmen ausgerichtet und schadet so der Wirtschaft massiv. Der sgv lehnt insbesondere die Erhöhung der Mehrwertsteuer um bis zu 2 Prozent in aller Deutlichkeit ab. Es geht nicht an, dass da­mit – wie der Bericht des Bundesrats selber feststellt – 15`000 Arbeitsplätze fahrlässig aufs Spiel gesetzt und das jährliche Wirtschaftswachstum um einen Viertel eingeschränkt werden. Kommt hinzu, dass vor allem auch Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen mit massiven Zusatzkosten belastet würden, wie der Kostenrechner auf der Homepage des sgv deutlich aufzeigt.

Grundsätzliche Überarbeitung gefordert
Der sgv vertritt als grösster Dachverband der Wirtschaft 250 Mitgliedorganisationen mit rund 300‘000 Unternehmen, die zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der Schweiz anbieten. Die KMU-Wirtschaft und deren Mitarbeitende sind damit stark von der Altersreform betroffen. Die vorliegende Reform muss grundsätzlich überarbeitet werden und bietet aus Sicht der Wirtschaft keinen Spielraum für faule Kompromisse.

Positiv wertet der Schweizerische Gewerbeverband, dass Bundesrat Alain Berset mit der Reform eine Gesamtbetrachtung des Reformbedarfs bei der Altersvorsorge vornimmt und den dringenden Hand­lungsbedarf aufzeigt. Der sgv fordert allerdings bei jeder Reform kategorisch, dass sich die Leistungen den vorhandenen Mitteln anzupassen haben. Einen möglichen Weg dazu hat der sgv mit seinem Alternativmodell zur langfristigen Sicherung der Finanzierung der AHV konkret dargelegt. (sgv/mc/ps)

Die Nummer 1
Als grösste Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft vertritt der sgv 250 Verbände und gegen 300’000 Unternehmen.

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