Bâloise investiert 86,5 Millionen Franken in Infracore

Privatklinik Bethanien
Zum Immobilienportfolio von Infracore gehört auch die Privatklinik Bethanien in Zürich. (Foto: Privatklinik Bethanien)

Basel – Die Bâloise investiert im Rahmen ihrer Immobilienanlagen in das auf Schweizer Immobilien im Gesundheitsmarkt spezialisierte Unternehmen Infracore. Ein Grossteil der Anteile verbleibt aber vorerst beim Privatklinikenbetreiber Aevis Victoria. Dieser hatte Infracore 2012 in seine Gesellschaft integriert.

Konkret übernimmt der Versicherungskonzern einen Anteil von rund 20 Prozent an der Firma und zwar zu einem Preis von 86,5 Millionen Franken, wie sowohl Aevis Victoria als auch die Bâloise am Freitag mitteilten. Infracore werde im Rahmen der Transaktion mit 852,5 Millionen Franken bewertet, hiess es weiter.

Mit dem Schritt in den Gesundheitsimmobilienmarkt möchte die Bâloise laut den Angaben ihr Immobilienportfolio in der Schweiz diversifizieren. Derzeit belaufe sich dieses auf rund 7,5 Milliarden Franken. Die Immobilien im Portfolio von Infracore verfügten über lange Mietvertragslaufzeiten und seien Renditeliegenschaften mit einer „starken Position“ im Schweizer Privatklinikgeschäft, so die Bâloise.

Das Portfolio von Infracore besteht aktuell aus 34 Liegenschaften an 15 Standorten mit einer Mietfläche von 138’084 Quadratmetern. Zur Weiterentwicklung der Liegenschaften stellt der Versicherungskonzern Infracore ausserdem eine Finanzierung in Form einer dreijährigen Anleihe in Höhe von 100 Millionen Franken mit einem Coupon von 1,5 Prozent zur Verfügung.

„Nur ein erster Schritt“
Die Beteiligung der Bâloise sei dabei „nur ein erster Schritt“ zu einer vollständigen Unabhängigkeit der Infracore, hiess es von Seiten Aevis Victorias ausserdem. Der hohe Investitionsbedarf in den nächsten Jahren – unter anderem auch im öffentlichen Gesundheitssektor – sei eine Gelegenheit zur Entwicklung des Immobilienportfolios der Aevis-Tochter.

Antoine Hubert, Delegierter des Verwaltungsrats von Aevis Victoria wurde in der Meldung ausserdem mit den Worten zitiert: „Diese Partnerschaft mit der Bâloise ermöglicht uns eine klare Trennung zwischen Infrastruktur und Betrieb unserer Gesundheitsbetriebe.“ Dieses im Ausland verbreitete Modell sei auch in der Schweiz zuletzt stark gewachsen. (awp/mc/pg)

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