Betriebliche Gesundheitsförderung: Innovative Ansätze und systematische Umsetzung zahlen sich aus

Gesundheitsförderung

Das Team des Pflegezentrums Mattenhof-Irchelpark in Zürich. (Foto: zvg)

Bern – Drei Schweizer Unternehmen erhalten die Grands Prix Suisse «Gesundheit im Unternehmen 2012» der Schweizer Sektion der Europäischen Vereinigung für die Förderung der Gesundheit (AEPS). Der erste Preis geht an das Pflegezentrum Mattenhof-Irchelpark in Zürich. Den zweiten Preis ex aequo teilen sich die CSS Versicherung AG, Vaduz, und die Migros-Genossenschaft Waadt. Der mit insgesamt 25’000 Franken dotierte Preis wird gemeinsam von Gesundheitsförderung Schweiz, der Suva und dem Bundesamt für Gesundheit unterstützt.

Gewinnerin der diesjährigen Grands Prix Suisse der AEPS ist das Pflegezentrum Mattenhof-Irchelpark in Zürich, das neue Wege bei der Bearbeitung ethischer Fragen in der Langzeitpflege beschreitet. Marcel Maier, Qualitäts-& Gesundheitsbeauftragter im Pflegezentrum Mattenhof-Irchelpark erklärt: «Unser Personal betreut stark pflegebedürftige Menschen und wird dabei zunehmend mit ethischen Fragen konfrontiert, auf die es keine per se richtigen oder falschen Antworten gibt. Diese Dilemmata führen bei den Betroffenen häufig zu Stress und ziehen Frust, Ärger und Schuldgefühle nach sich.» Dies kann sich negativ auf das Wohlbefinden und die allgemeine Arbeitszufriedenheit niederschlagen sowie zu Burnout-Symptomen führen. Das ausgezeichnete Projekt betrachtet das Thema «Ethik in der geriatrischen Langzeitpflege» aus dem Blickwinkel der betrieblichen Gesundheitsförderung und implementiert eine Ethikorganisation auf gesamtbetrieblicher Ebene. Diese beinhaltet ein Ethik-Forum, in dem ethische Fragen diskutiert werden, Weiterbildungen für die Mitarbeitenden im Rahmen von Ethik-Cafés und eine Interventionsgruppe für akute Situationen.

Der zweite Preis der AEPS wurde in diesem Jahr an zwei gleichwertige Projekte verliehen: «CSS.Vaduz.MOVES» der CSS Versicherungen, Vaduz und «Bonne Santé en Entreprise» der Migros-Genossenschaft Waadt. Beide Unternehmen zeichnen sich durch ihren langfristigen und systematischen Ansatz in der betrieblichen Gesundheitsförderung aus.

Die Umsetzung von «CSS.Vaduz.MOVES» fand unter anderem in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Life-Domain-Balance und Zusammenarbeit statt. Ein Hauptziel des Engagements war die Förderung der Bewegung. Einerseits um die körperliche Fitness zu erhöhen und andererseits sollten die Mitarbeitenden einen sportlichen Ausgleich zur Arbeit finden und sich so besser erholen können. Das im Herbst 2009 gestartete Programm wurde erfolgreich und nachhaltig implementiert: Bis heute weisen die verschiedenen Angebote hohe Beteiligungsquoten auf und die Feedbacks der Mitarbeitenden bei den regelmässigen Evaluationen sind durchwegs positiv.

Auch das Programm «Bonne Santé en Entreprise» der Migros-Genossenschaft Waadt überzeugt durch seine langfristige Ausrichtung und die grosse Unterstützung durch das Management und die Personalkommission, die als Bindeglied zwischen Kader und den Mitarbeitenden entscheidend am Erfolg mitwirkt. Unter anderem wurde ein Maskottchen, Dr. PEPS, als Botschafter der Kampagne eingeführt, der alle Mitarbeitenden für gesundheitsförderliche Themen sensibilisieren soll. Zum Beispiel mit Tipps für gesunde Rezepte oder die Arbeitssicherheit. War in den letzten Jahren die physische Gesundheit mit Präventionsarbeit im Bereich Rückenbeschwerden, Übergewicht, Rauchen oder Diabetes im Fokus des Engagements, soll in der Zukunft vor allem die psychische Gesundheit stärker ins Zentrum rücken.

Für die Mitarbeitenden legt das Engagement im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention sowie Verbesserung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz den Grundstein für ein gesundes Leben. Und für Unternehmen schlägt sich ein effizientes betriebliches Gesundheitsmanagement positiv auf das Betriebsergebnis nieder. Denn neben der Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden, nehmen auch Arbeitszufriedenheit und Motivation zu. Die Folge: Bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit. (AEPS/mc/pg)

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