Bund zahlte mehr als zwei Milliarden Franken für Forschung

Wissenschaft
(Photo by Louis Reed on Unsplash)

Neuenburg – Der Bund hat im letzten Jahr rund 2,6 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das sind 279 Millionen mehr als im Vergleichsjahr 2017. Die Zahl der in dem Sektor beschäftigten Bundesangestellten stieg um 14 Prozent oder 250 Personen auf mehr als 2075 Menschen.

Der Frauenanteil am Forschungspersonal stieg von 40 auf 41 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Vor fünfzehn Jahren hätten die Frauen lediglich ein Drittel des Forschungspersonals ausgemacht.

Bei der finanziellen Zunahme im Bereich Forschung und Entwicklung handle es sich um einen Trend, der schon mehrere Jahre anhalte, schrieb das BFS weiter. Knapp 90 Prozent der Gelder flossen in die Unterstützung von Forschungsaktivitäten. Der Rest machte der Bedarf des Bundes für eigene Forschung und externe Aufträge aus.

Hälfte der Aufwendungen für Schweizer Hochschulen
Mit 1,3 Milliarden Franken kam rund die Hälfte der Aufwendungen den Schweizer Hochschulen zugute. Weitere 850 Millionen Franken gingen ins Ausland, hauptsächlich an Forschungsrahmenprogramme der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumorganisation (Esa).

Der Bund erhöhte seine Ausgabe für eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Vergleichszeitraum um 16 Prozent oder 30 Millionen auf 214 Millionen Franken. Vor allem mehr Geld aus gab er für Aktivitäten der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt Agroscope.

Die Forschungsaktivitäten des Bundes konzentrierten sich denn auch zu zwei Dritteln auf die Landwirtschaft. Im übrigen forschte der Bund auch zur Optimierung der industriellen Produktion und Technologien, zu gesellschaftlichen Veränderungen und Abläufen und zur Landesverteidigung. (awp/mc/ps)

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