CFOs wollen Quereinsteiger einstellen

Yeng Chow
Yeng Chow, Senior Manager bei Robert Half in Zürich. (Foto: Robert Half)

Zürich – Der Stresslevel in den Finanzabteilungen der Schweizer Unternehmen nimmt zu: Trifft die Einschätzung der Vorgesetzten im Finanz- und Rechnungswesen ein, wird er in den kommenden drei Jahren deutlich steigen. Das zeigt die Arbeitsmarktstudie 2017 des Personalvermittlers Robert Half. Ein wesentlicher Treiber für die zunehmende Inanspruchnahme der bestehenden Mitarbeiter ist der gravierende Fachkräftemangel in den Finanzberufen. Abhilfe schaffen wollen viele CFOs durch die Beschäftigung von Quereinsteigern. Eine effiziente Lösung, die überzeugende Vorteile bietet.

Gründe für den steigenden Stress der Arbeitskräfte in der Finanzabteilung gibt es viele: Die Arbeitslast und die Verantwortung der Finanzabteilung wächst. Gleichzeitig reichen die zur Verfügung stehenden Tools und Arbeitsmittel aber nicht aus, um die Herausforderungen optimal zu bewältigen. Auch der zunehmende Wettbewerb und die Unterbesetzung machen den Finanzmitarbeitern zu schaffen. „Der Mangel an Fachkräften wirkt sich in den Unternehmen negativ aus. Ein Grossteil der Schweizer Unternehmen hat Schwierigkeiten, qualifizierte Kandidaten zu finden. Die bestehenden Mitarbeiter müssen die Lücken füllen, was zu hohen Belastungen führt“, erklärt Yeng Chow, Senior Manager bei Robert Half in Zürich.

Quereinsteiger höchst willkommen
Die Mehrheit (77 %) der Finanzchefs in den Schweizer Unternehmen beschreibt das Recruiting von Finanzfachkräften als herausfordernd. Deshalb ist ihre Bereitschaft mittlerweile sehr hoch, fachfremde Mitarbeiter einzustellen: Fast neun von zehn (89 %) CFOs sind gewillt, offene Stellen in der Finanzabteilung mit Quereinsteigern zu besetzen. Das kann für beide Seiten grosse Vorteile haben: Angestellte im Finanz- und Rechnungswesen sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt und können sich über attraktive Gehälter freuen, wie die Gehaltsübersicht von Robert Half zeigt.

Aber auch die Unternehmen profitieren von der Einstellung von Quereinsteigern in der Finanzabteilung. Denn durch die zunehmende Automatisierung der Aufgaben im Finanz- und Rechnungswesen verändern sich die Anforderungen an die Finanzabteilungen. Nach Ansicht der CFOs werden Eigenschaften immer wichtiger, denen bis vor kurzem nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde. „Bei den Schweizer Finanzchefs sind vor allem IT-Kompetenzen, unternehmerisches Denken sowie Flexibilität und Anpassungsvermögen gefragt. Sie wünschen sich Mitarbeiter mit hoher Problemlösungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit, die eine strategische Vision mitbringen“, sagt Yeng Chow. „Denn wichtige Entscheidungen treffen auch in Zukunft kompetente Mitarbeiter, die überzeugend argumentieren müssen.“

Erwartungen an Quereinsteiger
Quereinsteiger bringen andere berufliche Profile mit in die Finanzabteilung. Für die Finanzchefs kein Problem: Soziale Kompetenzen halten sie in bestimmten Positionen für wichtiger als Fachexpertise. Auch mit relevanter Branchenerfahrung können Quereinsteiger punkten, wenn ihnen Finanzexpertise fehlt. In bestimmten Fällen sehen CFOs den Mangel an Finanzerfahrung sogar als klaren Vorteil. „Der Einstieg in die Finanzabteilung bietet sich neben IT-Spezialisten beispielweise für Arbeitnehmer aus dem Bank- und Versicherungssektor an. Gerade für Führungspositionen sind Unternehmensberater gefragt. In Einzelfällen kommen aber auch andere Berufsfelder in Frage – Juristen mit Berufserfahrung können zum Beispiel als Compliance Manager in die Finanzabteilung wechseln“, so Chow. (Robert Half/mc/ps)

Über die Arbeitsmarktstudie:
Die von Robert Half entwickelte Arbeitsmarktstudie wird jährlich in zwölf Ländern erhoben: Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Schweiz, Vereinigte Arabische Emirate. Die Befragung wurde im Januar 2017 von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut unter 100 CFOs in der Schweiz durchgeführt. Weitere Ergebnisse der Studie senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

 

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