Climathon: Gemeinsam Lösungen zur Erreichung der Zürcher Klimaziele entwickeln

Climathon: Gemeinsam Lösungen zur Erreichung der Zürcher Klimaziele entwickeln
Challenge 4: Wie können die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich motiviert und unterstützt werden, ihr Zuhause zu begrünen? (Bild: Climathon Zürich 2020)

Zürich – Die Stadt Zürich sucht nach innovativen Ideen für den Klimaschutz und beteiligt sich auch dieses Jahr wieder am Climathon. Am internationalen Klima-Hackathon vom 13. bis 14. November, der weltweit in über 160 Städten gleichzeitig stattfindet, entwickeln Tech-Expertinnen, Unternehmer, Studierende, Wissenschaftlerinnen und kreative Köpfe gemeinsam Lösungen. In Zürich wird der Anlass in Zusammenarbeit mit dem Impact Hub Zürich organisiert.

Gemeinsam neue Ideen gegen den Klimawandel und seine Folgen entwickeln – und das in nur 24 Stunden. Das ist das Ziel des Climathons, der am 13. und 14. November im Kraftwerk Zürich stattfindet. Die Stadt Zürich beteiligt sich auch dieses Jahr wieder am Climathon und stellt fünf Aufgaben, sogenannte Challenges, zu denen die erwarteten 150 Teilnehmenden unkonventionelle und neuartige Lösungsansätze entwickeln werden:

Challenge 1: Im Kontext der Klimakatastrophe und Corona: Welche Klimaschutzmassnahmen können wir gemeinsam schon morgen umsetzen?

In den letzten 25 Jahren hat die Zürcher Bevölkerung die Treibhausgasemissionen durchschnittlich um 30 Prozent pro Person reduziert. Es bedarf aber einer weiteren Halbierung der Emissionen, um das gesteckte Ziel lokal und global zu erreichen. Die globale Erwärmung gilt es auf 1,5 Grad zu begrenzen. Innovative Lösungen werden benötigt und zwar nicht in ein paar Jahren, sondern quasi morgen. Die Corona-Krise hat Verhaltensweisen aufgezeigt, die Potenziale haben, manche Aspekte des Lebens nachhaltiger zu gestalten. Wie kann die Pandemie also genutzt werden, um langfristig klimafreundlichere Massnahmen zu etablieren?

Challenge 2: Wie können die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich bei der Entwicklung von auf Kreislaufwirtschaft und erneuerbaren Energien basierenden Quartieren einbezogen werden?

Die Nutzung von Energie ist für zwei Drittel des globalen Treibhausgasausstosses verantwortlich. Die Stadt Zürich hat ihre CO2-Bilanz im Bereich Energienutzung (Heizen, Strom, Treibstoff für Verkehr inkl. Luftfahrt) um 1 Tonne pro Person und Jahr in den letzten 15 Jahren reduziert. Aktuell steht die Bilanz bei 4,4 Tonnen pro Person und Jahr. Um das zurzeit in Diskussion stehende Ziel der Klimaneutralität (Netto-Null-Treibhausgasemissionen) bald zu erreichen, muss die Geschwindigkeit der Emissionsreduktion deutlich erhöht werden. Eine Voraussetzung für Klimaneutralität ist ein verstärkter Einsatz von erneuerbaren Energien und eine Unterstützung der Kreislaufwirtschaft in Zürichs Quartieren. Wie können die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich bei der Planung und Implementierung eingebunden werden?

Challenge 3: Wie wird Zürich autofrei?

Autos sind für mehr als die Hälfte der durch den Verkehr verursachten Treibhausgase in der Stadt Zürich verantwortlich. Um das Netto-Null-Ziel zu erreichen, muss dieser Anteil reduziert werden. Deshalb plant die Stadt bis 2025 die Anzahl der mit dem Velo zurückgelegten Strecken zu verdoppeln und 60 Millionen mehr Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu realisieren. Wie können die Bevölkerung, Pendlerinnen und Besucher noch stärker motiviert werden, andere Verkehrsmittel als das Auto zu nutzen?

Challenge 4: Wie können die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich motiviert und unterstützt werden, ihr Zuhause zu begrünen?

Die Stadt Zürich verfolgt bereits verschiedene Initiativen, um Zürichs Flächen zu begrünen. Die meisten haben jedoch einen langen Planungshorizont. Dächer, Wände und Balkone bieten vielfältige Möglichkeiten für eine raschere Begrünung der Stadt, die nicht nur positive Auswirkungen für das Klima, sondern auch auf die generelle Lebensqualität in Zürich hat. Wie können möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich für die Begrünung ihres Zuhauses motiviert werden und welche Mittel können ihnen zur Verfügung gestellt werden, um sie bei ihrem Einsatz zu unterstützen?

Challenge 5: Wie kann eine nachhaltige Ernährung allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt Zürich ermöglicht werden?

Unsere Ernährung ist ein entscheidender Treiber für den Klimawandel. Die weltweite Nahrungsproduktion ist für 20 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich, genauso wie für 70 Prozent des globalen Wasserverbrauchs. Ein Wechsel zu einer nachhaltigeren Ernährung hat dementsprechend grosses Potenzial, den Planeten und seine Ressourcen zu schonen. Aktuell wird nachhaltiges Essen jedoch meist als zu teuer, zeitintensiv und aufwändig angesehen. Welche Massnahmen können unternommen werden, um allen Bewohnerinnen und Bewohnern, unabhängig von ihren Lebensbedingungen, eine nachhaltige Ernährung zugänglich zu machen?

Für eine langfristige Nachhaltigkeit

Der Climathon Zürich ist für alle Teilnehmenden kostenlos und richtet sich an kreative Köpfe mit Durchhaltewillen und innovativen Ideen. Expertinnen und Mentoren unterstützen die Teilnehmenden dabei, umsetzbare Lösungen zu entwickeln. Eine Fachjury wählt die besten Projekte aus. Die Gewinnerteams erhalten die Möglichkeit, ihre Ideen mit Coachings und Unterstützung des Impact Hub Zürich, der Stadt Zürich und weiterer Wissenspartner weiterzuentwickeln. So wurden beispielsweise einige der 30 beim letztjährigen Climathon entwickelten Projekte von der Stadt Zürich weiter unterstützt, und zwei der Projekte, closeBy und Edible Roofs, gewannen im Anschluss sogar globale Climathon Awards.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist es dieses Jahr möglich, sowohl physisch als auch digital teilzunehmen. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2020. (Impact Hub Zürich/mc/ps)

Weitere Informationen:
Climathon Zürich 2020
Anmeldung zum Climathon Zürich 2020

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