Corona sieht nicht aus wie eine Laborgeburt

Corona sieht nicht aus wie eine Laborgeburt

Das Berliner Team um Christian Drosten hat nachgeforscht, ob das Pandemievirus Sars-CoV-2 sein entscheidendes Element auf natürliche Weise erworben haben könnte. Das Ergebnis ist nichts für sensationshungrige Phantasten.

So hartnäckig sich die Vorstellung hält, das Pandemievirus Sars-CoV-2 könnte Ende 2019 nach Experimenten mit manipulierten Fledermausviren aus dem zentralen virologischen Labor in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan ausgebüchst sein, so dünn ist noch immer der Boden, auf dem diese „Laborthese“ fusst. Seit gut anderthalb Jahren gibt es keine neuen, überzeugenden Indizien dafür. Fast alles bleibt Spekulation. Die offiziellen Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO waren fürs Erste ins Leere gelaufen. Trotzdem wird die Idee immer wieder energisch hochgekocht. So ist die enorm wichtige Frage nach dem Auslöser der Pandemie, angefeuert nicht zuletzt durch Chinas unkooperatives Verhalten, zur Propagandaschlacht geworden. Verschwörungstheoretiker und Pseudovirologen zündeln, die Wissenschaft brütet im Abseits. Dieses Brüten allerdings ist harte Arbeit am Virus – und die zahlt sich offenbar aus.

Die Berliner Coronavirus-Spezialisten um Christian Drosten, die schon dem vor bald zwanzig Jahren epidemisch aufgetretenen Sars-CoV-1-Virus molekularbiologisch auf den Grund gegangen sind, haben schon bald nach Beginn der Pandemie angefangen, Sars-Cov-2 säuberlich zu sezieren. Eines der Ergebnisse, das nun in dem zur „Nature“-Gruppe zählenden Journal „Communications Biology“ veröffentlicht worden ist, ist dabei so wichtig wie unspektakulär: Es spricht stark für einen natürlichen Ursprung von Sars-CoV-2 – und unterfüttert damit die Zweifel am Laborkonstrukt.

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