Digital Business experimentell entwerfen: Die BFH Wirtschaft präsentiert die neue Werkstatt für Digital Skills

Digital Business experimentell entwerfen: Die BFH Wirtschaft präsentiert die neue Werkstatt für Digital Skills

Logo Digital Lab. (Bild: BFH Wirtschaft)

Bern – Die Berner Fachhochschule Wirtschaft hat ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem Anlass beendet, der die neuste Umsetzung der Strategie «Fit für die Zukunft» präsentierte. Das Digital Lab, die Werkstatt für Digital Skills zeigte in ihren Räumlichkeiten vor Ort auf, wie man sich Digitalisierung praktisch annähern und neue Technologien spielerisch erfahren kann und zeigt auf, wie sie den Herausforderungen an Bildung und Wirtschaft durch die digitale Transformation begegnet.

Der Transfer von neuem Wissen und Forschungsergebnissen in die Lehre, die Weiterbildung und die Forschung ist essentiell für die Qualität einer Business School mit internationalem Format. «Wir bilden die Changemaker der Zukunft aus» so führte es Ingrid Kissling, Departementsleiterin der BFH Wirtschaft anlässlich des Abschlussfestes vor dem Publikum aus Wirtschaft, Politik und Bildung in einem kurzen Rückblick auf das Jubiläumsjahr aus. Im Zentrum der Feierlichkeiten, die auf dem Campus im Marzili stattfanden, stand demzufolge auch die Präsentation und der Besuch des neu eingerichteten Digital Labs, eingerahmt von Keynotes rund um die aktuellen Herausforderungen der digitalen Transformation.

Digitale Expertise in die Unternehmen und zu den Menschen bringen
Peter Waser (unter anderem ehemaliger CEO von Microsoft),zeigte in seinem Keynote «Datenbasierte Unternehmensführung», wie Unternehmen die Möglichkeiten der digitalen Technologien in der Produktion, in der Kommunikation, in der Automatisation, im Bereich des Wissensmanagement und vor allem in der Unternehmensführung einsetzen müssen, wenn sie wettbewerbsfähig sein wollen. Die Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeitenden und des Managements müssten auf die Nutzung dieser Technologien ausgerichtet werden.

Das zweite Keynote «Swisscom Digital Lab: building the future with academia» von Guillermo Barrenetxea, Open Innovation Director of Data, Analytics & AI bei Swisscom, thematisierte die Herausforderungen und Chancen von unternehmenseigenen Digital Labs und die Wechselwirkung aus der Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung. Das Seite 2
Swisscom Digital Lab arbeitet insbesondere mit der EPFL stark an Themen der Grundlagenforschung (z.B. 5G) und hat den Auftrag, die technische Expertise in den Partner-Organisationen zu verbreiten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Digital Lab der BFH Wirtschaft werden die Anwendungen in die Praxis gebracht.

Das Digital Lab der BFH Wirtschaft: Werkstatt für Digital Skills
Philipp Matter, Leiter des Digital Lab zeigte auf, dass das Digital Lab die Infrastruktur und den Raum bietet, in Live Cases (z. Bsp. im neuen Studiengang Master Digital Business Administration) neue Technologien aufzusetzen und im Kontext der jeweiligen Problemstellung zu erproben. Echtzeit-Umgebungen werden simuliert, prototypische Lösungen werden entwickelt und in den simulierten Umgebungen getestet. Dabei ist es insbesondere möglich, verschiedene technische und Design-Ansätze miteinander zu vergleichen. Dazu gehören unter anderem auch so genannte «Digital Snacks», in denen das Training und Experimentieren von digital Tools (wie MS Teams, Big Data, Business Intelligence, Künstliche Intelligenz, etc.) für Studierende und Mitarbeitende stattfindet. Weitere Formate sind Project Labs mit Unternehmen («Bring Your Own Data» oder «Teaching Labs», aber auch «Funky Jamz»: Sessions, die frei gestaltet werden können. Gerade als Fachhochschule können aktuelle Praxisprojekte und Weiterbildung miteinander verbunden werden und Mehrwerte bieten.

Neben Swisscom konnten für die ersten Projekte drei weitere Partner gewonnen werden: Mit Orbis steht dem Digital Lab ein führender Anbieter im Bereich Business Intelligence zur Seite. One Digit beschäftigt sich mit der Digitalisierung in Schweizer Banken. iSolutions ist ein führender Anbieter und sucht Unterstützung im Bereich von technologischem Know-How im Unternehmen selbst.

Kooperation mit dem Bernapark geplant
Zum Abschluss der Präsentationen kündigte die Departementsleiterin Ingrid Kissling eine weitere Partnerschaft an: Die BFH Wirtschaft wird 2020 als Pilot eine Aussenstelle im «Zentrum für Innovation und Digitalisierung» (ZID) im Bernapark eröffnen und damit die Verbindung der Studierenden zur Start-Up-Szene und zu Live Cases fördern. Auch KMUs können von Academy-Angeboten wie Management, Entrepreneurship, Leadership profitieren. Damit ist ein weiterer Schritt in Richtung der unternehmerischen Hochschule BFH gemacht. (BFH/mc/ps)

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