EU-Bürger sehen Klimawandel als grösstes globales Problem

Klimawandel
(Photo by Markus Spiske on Unsplash)

Brüssel – Der Klimawandel ist aus Sicht der EU-Bürger das derzeit grösste globale Problem. Nach einer Umfrage im Auftrag der EU-Kommission wird er mittlerweile als bedeutender angesehen als Armut, Infektionskrankheiten und die wirtschaftliche Lage.

Mehr als neun von zehn Befragten halten den Klimawandel für ein ernstes Problem, wobei fast acht von zehn ihn als sehr ernst erachten, wie die Kommission am Montag in Brüssel weiter mitteilte. In Bezug auf die Reaktion der Politik seien sich neun von zehn Europäerinnen und Europäern darin einig, dass die Treibhausgasemissionen auf ein Minimum reduziert und die verbleibenden Emissionen kompensiert werden sollten, um in der EU bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

EU soll sich ehrgeizige Ziele setzen
Fast neun von zehn Europäerinnen und Europäern hielten es zudem für wichtig, dass sich die EU ehrgeizige Ziele setze, um verstärkt erneuerbare Energien zu nutzen. Und ebenso viele erachteten es als wichtig, dass die EU die Verbesserung der Energieeffizienz unterstütze.

Veröffentlicht wurde die Umfrage rund eine Woche vor Vorstellung eines Massnahmenpakets zum Erreichen des EU-Klimaziels für 2030. Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 hat die Europäische Union sich das Zwischenziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken. Das Massnahmenpaket wird deswegen «Fit for 55» genannt.

Vor allem in der Wirtschaft wird es mit Spannung erwartet. Dort gibt auch Befürchtungen, dass es einzelne Massnahmen die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen einschränken könnte. Kontrovers wird zum Beispiel diskutiert, dass die Kommission laut vorab in die Öffentlichkeit gelangten Papieren die Einführung einer europaweiten Steuer auf Kerosin vorschlagen könnte. (awp/mc/pg)

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