Exit-Strategie: Der sgv begrüsst Bemühungen des Bundesrates

Hans-Ulrich Bigler
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler. (Foto: sgv)

Bern – Stellungnahme des Schweiz. Gewerbeverbandes: Der Schweizerische Gewerbeverband sgv unterstützt den Willen des Bundesrates, eine schrittweise Exit-Strategie zu implementieren. Er kommt damit der Forderung der vom sgv beim Gesamtbundesrat eingereichten «Corona: Smart Restart»-Strategie nach. «Smart Restart» fordert eine gezielte Öffnung von einzelnen Wirtschaftszweigen sowie die Lockerung von Vorschriften und Verboten unter Einhaltung der Gesundheitsempfehlungen des Bundes. Mit der Ausweitung der Kurzarbeitsentschädigung auf Arbeitnehmende auf Abruf kommt der Bundesrat einer weiteren Forderung des sgv nach.

Als erster Wirtschafts-Dachverband hat der sgv bereits anfangs dieser Woche einen Vorschlag zum Ausstieg aus der Krise unter dem Titel «Corona: Smart Restart» beim Gesamt-Bundesrat eingereicht. Ebenso haben erste Branchenverbände aufgezeigt, wie ein Exit gelingen kann.

Der sgv begrüsst die Bemühungen des Bundesrates für eine Exitstrategie und zeigt sich zufrieden, dass seine Forderungen aufgenommen wurden. Der sgv wird sich wie bisher aktiv in die Konzepterarbeitung einbringen.

Nach Meinung des sgv muss es wieder zu einer Balance kommen zwischen den berechtigten gesundheitspolitischen Zielen und den ebenso legitimen Interessen der Bevölkerung und der Wirtschaft. Die Strategie umfasst zwei Hauptstossrichtungen: Es findet ein Übergang in eine Logik des gezielten Schutzes statt. Vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) definierte, besonders gefährdete Gruppen von Personen sollen grundsätzlich geschützt werden. Die Mehrheit der Bevölkerung soll jedoch, abhängig von der epidemiologischen Lage schrittweise die gewöhnlichen Tätigkeiten wieder aufnehmen können. Gleichzeitig sollen, an die epidemiologische Lage angepasst, Verbote und Vorschriften gelockert werden.

Weiter begrüsst der sgv die vom Bundesrat beschlossenen Ausweitung der Kurzarbeitsentschädigung auf Arbeitnehmende auf Abruf. Sie schafft einen finanziellen Anreiz, damit offene Stellen in den zurzeit besonders systemrelevanten Tätigkeiten besetzt werden können.

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