Hays Global Skills Index: Fachkräftemangel bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit

Hays Global Skills Index: Fachkräftemangel bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit
(Bild: DOC RABE Media - Fotolia.com)

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Zürich – Die Welt steht vor einem wirtschaftlichen Paradox: In vielen Ländern herrscht eine hohe, teils ansteigende Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig gibt es für wichtige Berufe einen chronischen Fachkräftemangel. Aufgrund der fehlenden Flexibilität vieler Arbeitsmärkte sowie schlechter Aus- und Weiterbildung wird der Kampf um Talente noch schwieriger und treibt die Gehälter bei Hochqualifizierten in die Höhe.

Das sind die Ergebnisse des aktuellen Berichts Hays Global Skills Index 2012, den der Personaldienstleister Hays plc. gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Oxford Economics erstellt hat. Mit diesem Barometer sollen die Dynamik der Märkte und Verfügbarkeit von Fachkräften in 27 Schlüsselvolkswirtschaften erfasst werden.

Jedes Land mit speziellen Problemen konfrontiert
Der Bericht arbeitet heraus, dass jedes Land mit ganz speziellen Problemen bei der Nachfrage nach Fachkräften zu kämpfen hat. In 16 von insgesamt 27 Ländern ist der Arbeitsmarkt trotz des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs derzeit angespannt. Das fördert die Lohninflation und führt dazu, dass viele wichtige Positionen unbesetzt bleiben.

Schweiz mit überaus stabiler Volkswirtschaft
Mit einem Wert von 3,0 auf einer 10er-Skala attestiert der Global Skills Index 2012 der Schweiz eine überdurchschnittlich stabile Volkswirtschaft. Die staatlichen Finanzen seien gesund und auch die Exportwirtschaft laufe noch gut. Diese Umstände würden es der Schweiz ermöglichen, auch weiterhin den Auswirkungen der Krise in der Eurozone zu trotzen. Den Studienautoren ist jedoch nicht entgangen, dass das Wirtschaftswachstum zuletzt geringer ausfiel und sich insbesondere beim Export erste Anzeichen von Schwäche zeigten. Alles in allem billigt die Untersuchung der Schweiz aber gute Chancen zu, die für den hiesigen Arbeitsmarkt benötigten Talente auch weiterhin zu finden – aufgrund der hohen Attraktivität als Arbeitsort für hochqualifizierte Spezialisten.

Dreistufiger Massnahmenplan
Um das Ungleichgewicht zwischen Fachkräfteangebot und -nachfrage zu lösen, beinhaltet der Index einen dreistufigen Massnahmenplan für politische Entscheidungsträger. Zunächst sollten sich die Regierungen auf die Fachkräfte konzentrieren, an denen in ihrer jeweiligen Volkswirtschaft ein Mangel herrscht, und die nötigen Schritte einleiten, um geeignete Arbeitnehmer mittels gezielter Immigrationsmassnahmen anzuwerben. Zweitens sollten die Arbeitgeber steuerliche Anreize erhalten, damit sie ihr Angebot an geeigneten Ausbildungsmassnahmen vergrössern. Drittens sollten die Regierungen gemeinsam mit Arbeitgebern und Bildungsbehörden eine Reihe von Initiativen und Anreizen entwickeln, damit sich Menschen die Fähigkeiten aneignen, die national und international besonders nachgefragt sind. (Hays/mc)

Hays Global Skills Index
Der Hays Global Skills Index vergibt für jedes Land eine Punktzahl zwischen 0 und 10, die das Ausmass der auf dem jeweiligen Fachkräfte-Arbeitsmarkt herrschenden Probleme widerspiegelt. Errechnet wird diese Punktzahl auf Grundlage einer Analyse von sieben Einflussgrössen wie dem Ausbildungsniveau, der Arbeitsmarktflexibilität und dem Lohndruck bei gut ausgebildeten Fachkräften. Eine über dem Mittelwert von 5,0 liegende Punktzahl bedeutet, dass Unternehmen Schwierigkeiten bei der Suche nach den benötigten Fachkräften haben und unter Marktspannungen leiden.

Über Hays
Hays ist das weltweit führende Unternehmen für die Rekrutierung von Spezialisten. Der Personaldienst-leister vermittelt hoch qualifizierte Experten für Festanstellungen, Projektarbeit und Temporäreinsätze und hat sich auf die Fachbereiche Accountancy & Finance, Construction & Property, Engineering, Financial Services, IT, Legal und Pharma spezialisiert. In der Schweiz ist Hays mit Filialen in Basel, Genf und Zürich vertreten. Die Hays (Schweiz) AG gehört zum britischen Konzern Hays plc, der in 31 Ländern rund 7600 Mitarbeiter beschäftigt und im Geschäftsjahr 2010/2011 Erlöse von 3,8 Mrd. Euro erzielte.

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