Houzy-Studie: Wie ticken Schweizer Wohneigentümer?

Houzy-Studie: Wie ticken Schweizer Wohneigentümer?
Cover-Illustration der Houzy Wohneigentümer-Studie 2024. (Bild: Houzy)

Was beschäftigt und bewegt die Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer heute? Das wollte Houzy wissen, die erste offene und führende Plattform für Wohneigentum in der Schweiz. Darum befragen wir jährlich eine repräsentative Anzahl Wohneigentümer online. Die Resultate liefern insbesondere im Bereich Energie & Heizen Ergebnisse, die zuversichtlich stimmen.

Heizung
Mehr als 5 Prozent der Wohneigentümer wollen ihre Heizung 2024 ersetzen. Die Häuser und Wohnungen der Umfrageteilnehmenden im Vorjahr, wie auch in der aktuellen Studie, sind 1989 (Medianwert) gebaut worden. Zu einer Zeit, als fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas im Überfluss vorhanden waren, fast nichts kosteten und sich niemand ernsthaft Gedanken über CO2 oder das Klima gemacht hat. Darum überraschte es kaum, als sich aus der vorjährigen Wohneigentümer-Studie 2023 herausstellte, dass knapp die Hälfte der befragten Wohneigentümer nicht zeitgemäss heizt.

Dieses Jahr ist, im Vergleich zum Vorjahr, eine Abnahme der Nutzung alter Heizmethoden zu erkennen. Der Anteil der WohneigentümerInnen und -eigentümer, welche mit Ölheizungen heizen, sank von 23,6 Prozent im Jahr 2023 auf 21,1 Prozent im Jahr 2024. Auch der Einsatz von Erdgasheizungen ging von 20,6 Prozent im Jahr 2023 auf 19,2 Prozent im Jahr 2024 zurück. Elektroheizungen wurden ebenfalls weniger genutzt, mit einem Rückgang von 3,7 Prozent im Jahr 2023 auf 3,2 Prozent im Jahr 2024.

Knapp ein Fünftel aller befragten Wohneigentümer:Innen planen den Heizungsersatz in absehbarer Zeit, fast ein Drittel davon in diesem Jahr: 5,4 Prozent aller Wohneigentümer wollen ihre Heizung 2024 ersetzen. Noch stärker sind die Wechselabsichten der Wohneigentümer, die noch mit Öl oder Gas heizen: 33,5 Prozent wollen demnächst und 8,85 Prozent noch in diesem Jahr umsteigen.

Solar
Knapp 10 Prozent der Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer planen im Jahr 2024 die Installation einer Solarstromanlage. Die Wohneigentümer-Studie 2023 zeigte bereits, dass ein Viertel der Schweizer Wohneigentümer ihren Strom im Jahr 2022 zumindest teilweise selbst produziert hatten. Der Anteil an Haushalten mit Solaranlagen ist mittlerweile auf ein Drittel aller Wohneigentümer gestiegen. Von den Hausbesitzern und Stockwerkeigentümern ohne Solarstromanlage wollen 41,8 Prozent in den nächsten Jahren eine Photovoltaikanlage installieren, wobei ein Viertel dieser Gruppe dies noch im Jahr 2024 plant, was 9,9 Prozent aller Wohneigentümer ausmacht. Wie erwartet, werden sich die Wohneigentümer auch dieses Jahr gedulden müssen, da die Solarteure in nächster Zeit alle Hände voll zu tun haben werden.

Sanierungen
Über ein Drittel der Schweizer Eigenheimbesitzer haben 2023 mehr als ein Handwerker Projekt durchführen lassen. Die neue Wohneigentümer Studie 2024 von Houzy zeigt, dass 69,4 Prozent aller Wohneigentümer im Jahr 2023 mindestens eine Handwerker Dienstleistung in Anspruch genommen haben, wobei über die Hälfte davon mehr als ein Projekt realisierte. Das Auftragsvolumen lag bei 15 000 Franken (Median). Für das aktuelle Jahr dürfte das Auftragsvolumen ähnlich bleiben, da die Hälfte der Befragten bereits ein Handwerker-Projekt geplant haben.

Gleich wie im Vorjahr wurden Elektriker, Sanitäre sowie Maler und Gipser am meisten beauftragt. Dabei wurde ersichtlich, dass Schweizer EigenheimbesitzerInnen und -besitzer primär auf die ihnen bereits bekannten Handwerker setzten. Bei der Suche nach neuen Handwerkern greifen sie insbesondere auf das Internet oder Empfehlungen aus ihrem persönlichen Umfeld zurück, statt Messen oder Vermittlungsplattformen zu nutzen. Der Anteil der Wohneigentümer und Wohneigentümerinnen, welche Handwerker über Suchmaschinen oder auf Handwerker-Plattformen suchen, liegt bei 16,4 Prozent, etwas höher als im Vorjahr – Tendenz steigend. In den kommenden Jahren, mit vermehrt digital affinen Eigenheimbesitzern, dürfte dieser Trend so weitergehen.

Verkauf
Mit oder ohne Makler: Das ist immer noch die Frage. Ein Siebtel aller befragten Wohneigentümer plant den Verkauf ihrer Immobilie in den nächsten Jahren. Dabei haben sich über 20 Prozent davon das Ziel gesetzt, ihr Haus oder Stockwerkeigentum noch in diesem Jahr zu verkaufen. Das würde bedeuten, dass 2024 rund 3,2 Prozent aller Häuser und Wohnungen in der Schweiz auf den Markt kommen.

Die Hälfte der Wohneigentümer mit Verkaufsabsicht planen, ihr Objekt mit Unterstützung eines Maklers zu verkaufen. Über ein Drittel hat schon einmal eine Immobilie verkauft: Knapp die Hälfte von ihnen mit Maklern und die andere Hälfte selbständig, teilweise unterstützt durch Verkaufstools. Knapp ein Sechstel der befragten Wohneigentümer plant, Wohneigentum zu kaufen. 45,4 Prozent von ihnen wollen auch noch gleichzeitig verkaufen. Eine Erklärung hierfür könnte der fortlaufende Trend sein, dass immer mehr Wohneigentümer ihr Haus verkaufen und eine Eigentumswohnung kaufen, sobald ihre Kinder ausgezogen sind, weil sie weniger Wohnraum brauchen oder den grossen Garten nicht mehr pflegen wollen oder können. (Houzy/mc/ps)

Die Houzy Wohneigentümer-Studie
1906 Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer beantworteten im Januar und Februar 2023 alle Fragen unserer zweiten Online-Umfrage, die wir jährlich wiederholen. Drei Viertel der Antwortenden besitzen ein Haus, ein Viertel besitzt eine Wohnung. Mit der repräsentativen Studie wollen wir herausfinden, was Wohneigentümer bewegt, Trends und Muster frühzeitig erkennen.

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