Immobilienexperten erwarten Preiswachstum bei Renditeliegenschaften

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Zürich – MoneyPark hat gut 80 Experten aus der Immobilienbranche in einer Marktstudie zu Trends und Entwicklungen im Markt befragt. Insgesamt gehen die Experten von konstanten bis leicht sinkenden Preisen bei Wohneigentum aus. Bei Renditeliegenschaften hingegen attestieren sie weitere Preissteigerungspotenziale und beurteilen den Immobilienkauf wohl auch deshalb als attraktiver als Aktien.   

Fast die Hälfte der Befragten geht von einem insgesamt stabilen Marktumfeld aus mit mehrheitlich konstanten Preisen aus. Eine Blasengefahr oder Überhitzung des Marktes lässt sich daraus nicht ableiten, auch wenn einzelne Marktteilnehmer nicht müde werden dies zu behaupten. Im Gegenteil: der Immobilienmarkt scheint sich nach dem starken Preiswachstum der vergangenen Jahre in einer preisseitigen Konsolidierungsphase zu befinden.

Preiswachstum bei Renditeliegenschaften erwartet
Steigende Preise werden insbesondere bei Renditeliegenschaften erwartet. Fast jeder zweite Befragte erwartet bei Renditeliegenschaften einen Preisanstieg zwischen 0.5 bis 3.5 Prozent in den kommenden Monaten.

Luxusimmobilien und Geschäftsliegenschaften hingegen werden skeptischer bewertet – hier gehen die Experten von tendenziell sinkenden Preisen aus. Auch die MoneyPark-Experten sehen bereits seit geraumer Zeit eine Korrektur bei den Preisen von Luxusimmobilien – Preisabschläge von bis zu 30 Prozent des ursprünglichen Anzeigenpreises sind keine Seltenheit und massiver Verhandlungsspielraum mittlerweile überall die Regel.

Immobilien sind attraktiver als Aktien
88 Prozent der Experten beurteilt den Kauf von Immobilien aufgrund der höheren Rendite und/oder der tieferen Volatilität als attraktiver als Investitionen in Aktien. Die geringere Liquidität ist nur für knapp 4 Prozent der Befragten ein Grund, Immobilien als unattraktiver zu bewerten.

Wird nur die Wertänderungsrendite einer Immobilie betrachtet  –  sprich den Wertzuwachs aufgrund der Preissteigerung im Immobilienmarkt, konnte ein Anleger mit einer Immobilie zwischen 1995 und 2015 eine jährliche Rendite von durchschnittlich 2 Prozent realisieren und dies bei einer tiefen Volatilität – sprich bei einem geringen Risiko. Wer 1995 eine Eigentumswohnung 400‘000 Franken gekauft hat konnte den Wert bis 2015 im Schnitt um 50 Prozent auf über 600‘000 Franken steigern. Zwar konnte der SMI im Schnitt pro Jahr um 20 Prozent zulegen – allerdings auch mit dem  Risiko eines Totalverlustes und starken Kursschwankungen.

Angebotsseite stabilisiert sich  
Die Immobilienexperten gehen von einer konstanten Wohnbautätigkeit in den kommenden Monaten aus. Nach dem starken Wachstum der Bautätigkeit in den vergangenen Jahren ist nun eine Stabilisierung auf hohen Niveau zu erwarten. Die Produktion neuer Wohnungen richtet sich unter anderem nach dem erwarteten Bevölkerungswachstum und damit nicht zuletzt nach der Einwanderung. Die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative dürfte, wie zumindest regional auch die Zweitwohnungsinitiative, deutlich dämpfend wirken und eher zu einer Konsolidierung, denn zu einem weiteren Preiswachstum beitragen.

Experten erwarten weiterhin tiefe Zinsen – die Kunden indes erwarten starke Zinsanstiege
Sowohl bei Libor- als auch bei Festhypotheken sehen die Experten keine Gefahren eines akuten Zinsanstiegs. Die ungebremst expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird weiterhin das Zinsgefüge in der Schweiz stark (mit-)bestimmen. Und auch die Senkung des Leitzinses der Bank of England am letzten Donnerstag wird den Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken eher erhöhen und den Spielraum der SNB für eine baldige Erhöhung der Leitzinsen weiter einschränken. Die Zinskurve dürfte dementsprechend noch längere Zeit flach bleiben. Damit ist die Differenz zwischen lang-und kurzlaufenden Kreditzinsen angesprochen, die derzeit historisch tief ist. Hypothekarkunden, die sich langfristig binden möchten, profitieren in dieser Zinsphase wie nie zuvor: Sie können sich für einen kleinen Aufschlag die günstigen Zinsen über die kommenden Jahre sichern und damit individuelle Budget- und Planungssicherheit herstellen.

Interessant ist indes, dass Kunden und Expertenmeinungen sich nicht decken müssen: entgegen der fast einhelligen Erwartung von Experten möchten fast 90 Prozent der MoneyPark Kunden, keine Zinswetten eingehen und rechnen sogar mit stark steigenden Zinsen. Auch deshalb wählen mehr als 70 Prozent der Neukunden die sicherere Variante und damit eine Festhypothek, die sie gegen Zinsänderungsrisiken nachhaltig absichert. (MoneyPark/mc/ps)

Methodik der Umfrage:  
MoneyPark hat im ersten Quartal 2016 gut 80 Experten aus der Immobilienbranche, darunter Immobilienmakler, Hypothekarexperten und Finanzierungsexperten zu Ihren Erwartungen bezüglich der Preisentwicklung von Immobilien, Immobilieninvestitionen,  den Wohnbautätigkeit und den Zinserwartungen befragt.   

Über MoneyPark
MoneyPark ist ein unabhängiger Hypothekar- und Vorsorgespezialist und schweizweit an 15 Standorten präsent. Das Unternehmen bietet keine eigenen Finanzprodukte an, sondern bietet Kunden maximale Auswahl über 70 Partner (Banken, Versicherungen und Pensionskassen) und unabhängige Beratung in den Bereichen Hypotheken, Vorsorge und Anlagen. Der direkte Abschluss bei MoneyPark gehört zum Service. Die Kundenberatung erfolgt entweder in einer der MoneyPark-Filialen oder mittels Online-Videoberatungstools. 

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