Junge und Deutschschweizer nehmen lange Pendelzeiten am ehesten in Kauf

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(Foto: SBB CFF FFS)

Zürich – Die Mehrheit der Schweizer Arbeitnehmenden ist bereit, mehr als 40 Minuten zur Arbeit zu pendeln. Arbeitnehmende unter 25 sind sogar bereit, noch längere Arbeitswege in Kauf nehmen und Personen aus der Deutschschweiz fällt das Pendeln leichter als den Romands. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsmarkt-Studie 2019 von JobCloud (jobs.ch / jobup.ch) in Zusammenarbeit mit dem LINK Institut.

Zur Arbeit zu pendeln ist für viele Schweizer und Schweizerinnen Alltag: Gemäss Bundesamt für Statistik pendeln sie durchschnittlich rund 30 Minuten pro Strecke – und finden das laut der JobCloud Arbeitsmarktstudie 2019 auch in Ordnung. 13% der für die Studie befragten Arbeitnehmenden sind sogar bereit, mehr als eine Stunde Weg in Kauf zu nehmen. Hier zeigt sich, dass die jungen Generationen flexibler sind: 23% wären bereit dazu, über eine Stunde pro Arbeitsweg zu pendeln.

Röstigraben im Pendelland
Zu erkennen ist auch ein kleiner Röstigraben. Nur 43% der Romands würden 40 Minuten oder mehr Pendelzeit in Kauf nehmen, während es bei den Deutschschweizern ganze 66% sind. «Das kann daran liegen, dass die Sprachregion in der Westschweiz kleiner ist und die Romands diese nicht verlassen möchten», vermutet Davide Villa, CEO von JobCloud.

Die Pendelbereitschaft ist bei den Frauen und den Männern gleich ausgeprägt – Frauen sind minim weniger bereit, über 40 Minuten pro Arbeitsweg zu pendeln (56% vs. 59%). «Auch wenn die Unterschiede hier nicht sehr gross sind, so konnten wir feststellen, dass Frauen generell eher Arbeitsplätze in der Nähe ihres Wohnortes suchen. Dies liegt allenfalls darin begründet, dass nach wie vor klassische Rollenmodelle vorherrschen, bei denen sich die Frauen mehrheitlich um die Kinderbetreuung kümmern und entsprechend nicht zu weite Wege pendeln möchten oder können», so Davide Villa. (mc/pg)

Weitere Erkenntnisse der JobCloud Arbeitsmarkt-Studie

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