Licht im Lampendschungel

Glühbirne

Bei der Glühbirne geht bald das Licht aus.

Zürich – Ab Herbst 2012 gehören klassische Glühbirnen der Vergangenheit an. Die Erfindung von Thomas Edison entspricht in Bezug auf Energieffizienz nicht mehr den heutigen Ansprüchen. In seinem neuen Ratgeber «Licht» erklärt der WWF die Vor- und Nachteile der neuen Leuchttechnologien und vergleicht ihre Energieeffizienz.

Eine konventionelle Glühbirne wandelt nur fünf Prozent ihrer Energie in Licht um, der Rest verpufft als Wärme. Eine gute LED-Lampe (lichtemittierende Diode) ist da sieben Mal effizienter. Bei gleicher Lichtstärke braucht eine gute LED-Lampe deshalb sieben Mal weniger Strom als eine Glühlampe. Die Schweiz hat sich inzwischen dem EU-Glühlampenverbot angeschlossen und nimmt bis Herbst 2012 schrittweise herkömmliche Glühbirnen vom Markt. «Die Vielfalt der neuen Leuchttechnologien ist für Konsumentinnen und Konsumenten eine Herausforderung», sagt Jennifer Zimmermann, WWF-Projektleiterin Konsum.

LED mit doppelt so hoher Lebenserwartung
Deshalb hat der WWF einen handlichen Ratgeber «Licht» entwickelt. Er vergleicht mit einem einfachen Ampel-System von Grün bis Rot die Energieeffizienz der auf dem Markt erhältlichen Leuchtmittel und erklärt ihre Vor- und Nachteile. «Empfehlenswert» sind LED, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren (Neonlampen). LED sind aber im Vergleich zu Sparlampen teurer, dafür liegt ihre Lebensdauer mit 30’000 Stunden doppelt so hoch.

8,2 Mrd. Kilowattstunden Strom für Licht
«Wenig empfehlenswert» sind Eco-Halogen-Lampen und -Spots. Sie sparen gegenüber Glühbirnen lediglich 30 Prozent Strom. Völlig ineffizient und darum «nicht empfehlenswert» sind die heute noch erhältlichen Glühlampen sowie konventionelle Halogen-Lampen und -Spots. «Der WWF empfiehlt, diese durch stromsparende Leuchtmittel zu ersetzen,» sagt Zimmermann. Denn in der Schweiz verbrauchen wir heute 8,2 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr für das Licht. Mit effizienten Lampen und besserer Beleuchtung könnten wir unseren Stromverbrauch aber halbieren und damit das Atomkraftwerk Mühleberg einsparen.

Den WWF-Ratgeber «Licht» gibt es nicht nur als handliches Faltblatt fürs Portemonnaie, sondern auch als kostenlose App für Smartphones (Suchort «WWF Ratgeber»). (WWF/mc/pg)

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