MoneyPark: Hypothekarzinsen reduzieren sich wieder auf das Niveau von Anfang Jahr

MoneyPark: Hypothekarzinsen reduzieren sich wieder auf das Niveau von Anfang Jahr
(Bild: © peterschreiber.media / AdobeStock)

Zürich – Nach den turbulenten Monaten März und April haben sich die Kapitalmärkte beruhigt. Die Swap-Sätze sind über alle Laufzeiten hinweg innert Monatsfrist unverändert geblieben. Der zehnjährige Swap-Satz liegt per 29. Mai 2020 bei -0.35 Prozent, der fünfjährige bei -0.59 Prozent, was nur einem Basispunkt über dem Stand per Ende April entspricht.

Richtsätze für Festhypotheken stabilisieren sich
Auch die durchschnittlichen Hypothekarsätze von 100 Banken, Versicherungen und Pensionskassen (Richtsatz genannt, oft auch Schaufenstersatz) blieben im Mai praktisch unverändert. Der Richtsatz der fünfjährigen Festhypothek stieg um einen Basispunkt, der zehnjährige sank um zwei Basispunkte. Damit liegt die zehnjährige Festhypothek nun wieder bei 1.19 Prozent – auf dem Niveau von Januar 2020.

MoneyPark Top-Satz für 10 Jahre bei 0.74 Prozent
Mittels vergleichen und verhandeln können noch wesentlich tiefere Hypothekarzinsen erreicht werden. Der von MoneyPark nachverhandelte Top-Satz für die zehnjährige Festhypothek liegt per 29. Mai 2020 beispielsweise bei 0.74 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Corona-Krise hat die Weltwirtschaft weiterhin im Würgegriff. Solange die Epidemie weltweit nicht unter Kontrolle ist, dürfte der Niedergang der Weltkonjunktur mit aller Härte weiter voranschreiten.
  • Die Kapitalmärkte haben sich im Mai weiter beruhigt. Die Swap-Sätze haben sich gegenüber dem Stand Ende April kaum verändert.
  • Die Hypothekarsätze haben sich innert Monatsfrist ebenfalls nur unwesentlich verändert. Zum Beispiel reduzierte sich der durchschnittliche Richtsatz für 10-jährige Festhypotheken um 2 Basispunkte auf 1.19 Prozent.
  • Die Differenzen zwischen den Richt- und Top-Sätzen sind nach wie vor äusserst gross. Bei der zehnjährigen Festhypothek beträgt sie 0.45 Prozent.
  • Aufgrund der rezessiven Weltwirtschaft ist ein Anstieg des Zinsniveaus in weite Ferne gerückt. Um eine Aufwertung des Schweizer Franken zu verhindern, dürfte die Schweizer Nationalbank (SNB) zudem gezwungen bleiben, das Zinsniveau unter demjenigen der EU zu halten.
  • Die Stabilität des (Wohn-)Immobilienmarktes dürfte weiterhin tiefe Risikoprämien bewirken und der Konkurrenzkampf der Anbieter dürfte ebenfalls dazu beitragen, dass die Hypothekarzinsen auf tiefem Niveau verharren werden.

MoneyPark: Einschätzung Hypothekarzinsen Juni 2020

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