Plazza mit tieferem Leerstand und höherem Mietertrag

Ralph Siegle
Plazza-CEO Ralph Siegle. (Foto: Plazza)

Zürich – Die Immobiliengesellschaft Plazza hat im ersten Halbjahr 2017 Fortschritte bei der Reduktion des im Branchenvergleich hohen Leerstands gemacht und den Liegenschaftsertrag dadurch gesteigert. Auch unter dem Strich schaut mehr heraus.

Der Liegenschaftsertrag nahm um 6,9% auf 7,7 Mio CHF zu. Ausschlaggebend dafür war, dass leerstehende Flächen in zwei Geschäftsliegenschaften in der Stadt Zürich vermietet werden konnten, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt. Die Leerstandsquote sank in diesem Segment auf 30% per Ende Juni von 71% im Sommer 2016. Für das zweite Halbjahr wird eine weitere Reduktion erwartet. Zusammen mit den Wohnliegenschaften, die über 60% des Ertrags generieren, resultiert ein Leerstand von 12,2% nach 21,7%.

Die Betriebskosten legten demgegenüber um 1,9% zu, wofür neben höheren Personalausgaben auch ein gestiegener Liegenschaftenaufwand verantwortlich ist. Der Erfolg aus der Neubewertung des Immobilienparks kam mit 7,8 Mio auf dem Vorjahresniveau zu liegen.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT entwickelte sich daher stabil mit 10,1 Mio (+0,1%) und der Reingewinn mit 7,8 Mio ebenfalls (-0,9%). Klammert man den Neubewertungserfolg aus, resultiert unter dem Strich ein Gewinnanstieg von 16% auf 4,2 Mio.

Vermarktung von „Glattgarten“ gestartet
Im Projekt „Im Glattgarten“ in Wallisellen sei die Vermarktung der 218 Wohnungen mit einer „erfreulichen“ Nachfrage gestartet. Aus heutiger Sicht steht die Überbauung, zu der auch Dienstleistungsflächen gehören, voraussichtlich ab Mitte 2018 zum Bezug bereit, wie es heisst. Es ist keine Veräusserung von Stockwerkeinheiten geplant. Das Mietzinspotenzial wird auf rund 6,6 Mio pro Jahr veranschlagt.

In Crissier will Plazza über 450 Wohnungen bauen lassen und 27’000 Quadratmeter Geschäftsfläche. Hier ist man erst in der Planungsphase. Die Investitionssumme wird auf rund 300 Mio CHF geschätzt und das Mietzinspotenzial auf rund 15,0 Mio pro Jahr.

In weiter Ferne liegt das Projekt Regensdorf, dessen Grössenordnung ähnlich desjenigen in Wallisellen sein dürfte, wie es heisst. Eine Realisierung sei in rund sechs bis neun Jahren denkbar.

Ausblick bestätigt
Am Ausblick für das Gesamtjahr hält das Unternehmen fest. So wird weiterhin ein Betriebsergebnis leicht über Vorjahr erwartet. Dabei habe die Vermietung der leerstehenden Geschäftsflächen hohe Priorität.

„Das Semesterergebnis und der Ausblick entsprechen unseren Erwartungen“, schreibt die ZKB. Plazza verfüge über eine sehr solide Bilanz und damit eine robuste finanzielle Basis, um die anstehenden Entwicklungsprojekte voranzutreiben.  (awp/mc/pg)

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