77% der Frauen in der Schweiz sind erwerbstätig

Frauen

(Foto: Kzenon – Fotolia.com)

Zürich – Die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau war ein grosses Thema am Internationalen Frauentag. Eine weltweite Studie von PwC bestätigt, dass die Schweiz bei diesem Thema hinterher hinkt. Die Studie zeigt aber auch: Weibliche Arbeitskräfte sind von enormer Bedeutung für die hiesige Wirtschaft. In praktisch keinem anderen Land arbeiten so viele Frauen wie in der Schweiz, jedoch nur wenige in Spitzenpositionen. International entfalten Frauenquoten selten Wirkung.

Die Stellung der Frau im Arbeitsmarkt hat sich weltweit in den letzten zehn Jahren verbessert. Die Schweiz nimmt dabei im internationalen Vergleich eine führende Rolle ein. Sie liegt auf Platz sieben im «PwC Women in Work Index», der die Situation der Frauen auf den Arbeitsmärkten der entwickelten Länder vergleicht. Vor ihr platzieren sich einzig die skandinavischen Staaten, Kanada und Neuseeland.

Viele Frauen arbeiten, die meisten Teilzeit
Einen Spitzenplatz belegt die Schweiz mit ihrem hohen Anteil an Frauen, die am Arbeitsmarkt teilnehmen. Rund 77% der Frauen sind erwerbstätig. Auch die Anzahl arbeitsloser Frauen ist niedrig, obwohl sie seit dem Jahr 2000 von 3% auf 5% gestiegen ist. «Beim genaueren Hinschauen fällt auf, dass nur 55% der Frauen in der Schweiz Vollzeit arbeiten. Einen tieferen Wert belegen einzig die Niederlande», präzisiert Charles Donkor, Partner Human Capital Consulting, PwC Schweiz.

Frauenquoten zeigen Wirkung – aber nicht überall
Im Mittelfeld platziert sich die Schweiz, wenn es um Frauen in Spitzenpositionen geht. Nur 10% der Geschäftsleitungsmitglieder sind weiblich. Um ihren Anteil zu erhöhen, werden aktuell Frauenquoten diskutiert, ein Modell, das international unterschiedlich erfolgreich ist. Norwegen hat bereits 2008 eine Frauenquote eingeführt. Der Anteil an Frauen in Führungspositionen liegt bereits bei 40%, ein einsamer Spitzenwert in Europa. Anders zeigt sich das Bild in Italien und den Niederlanden, die trotz Frauenquoten einen unterdurchschnittlichen Anteil an weiblichen Führungskräften haben.

Bei der Lohngleichheit zwischen Mann und Frau liegt die Schweiz auf den hinteren Rängen. «Die Analyse zeigt, dass hierzulande in den letzten zehn Jahren nicht die gleichen Fortschritte erzielen werden konnten wie beispielsweise in Grossbritannien», erklärt Joanne Burgener, Partner und Diversity Leader bei PwC Schweiz. (PwC/mc/pg)

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