Recruiting Index: Anzeichen eines Trendwechsels

Recruiting

Zürich – Der Recruiting Index® zeigte im November 2011 erste Anzeichen eines Trendwechsels: von stabil steigend auf volatil stagnierend. Der Recruiting Index® Industriebranchen blieb auf einem hohen Niveau. Der Recruiting Index® Dienstleistungsbranchen sank auf ein mittelmässiges Niveau. Dies vor allem wegen der Finanzbranche (Banken, Versicherungen).

Dies geht aus dem Dezember-Update zum Recruiting Index hervor, der von der Tamedia-Tochtergesellschaft Jobup AG und von MC-T (Master Chain Techonologies) AG publiziert wird.

Gesucht: Erfahrene Spezialisten
Die Nachfrage nach Spezialisten mit Erfahrung ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Vor fünf Jahren wurden monatlich 250 Stellen mit der Bezeichnung «Senior» ausgeschrieben (z.B. Senior Projektleiter). Heute sind es über 400 (+60%). Gesucht werden verstärkt spezifische Informatik-, Elektronik- und handwerkliche Kompetenzen. Die Suche nach Fachspezialisten im Bereich der erneuerbaren Energien entwickelt sich exponentiell. Trotz des angekündigten Stellenabbaus in der Pharmaindustrie und bei Grossbanken bleibt die Nachfrage nach Fachspezialisten stabil auf hohem Niveau (z.B. Akademiker in Life Sciences oder Asset Management).

Problematik 45+ trifft vor allem Fachspezialisten und Führungskräfte
Technologien hatten in der Vergangenheit eine lange Halbwertszeit und wurden kurzfristig stark nachgefragt. Cobol, ein Extrembeispiel, ist eine 50-jährige Programmiersprache, die heute noch genutzt wird. 2007/08 ist die Nachfrage nach entsprechenden Experten plötzlich sprunghaft gestiegen, 2011 aber komplett eingebrochen. Aufgrund solcher Entwicklungen wiegen sich Fach- und Führungskräfte der Generation 45+ in falscher Sicherheit und nehmen eine Neuorientierung zu spät in Angriff.

Prognosen
Der Trend hat sich auf volatil und stagnierend geändert. Volatil bedeutet, dass der Arbeitsmarkt durch gegenläufige Branchenentwicklungen geprägt wird. Für Regionen, die besonders stark von einer Branche beeinflusst sind (z.B. Pharma in Basel oder Banken in Zürich) können sprunghafte Entwicklungen der Arbeitslosenquoten resultieren. Dies kann zur Folge haben, dass sich Schweizer Fach- und Führungskräfte vermehrt in zentralen Regionen entlang der Mittellandachse niederlassen (AG, SO). Wir prognostizieren, dass der Markt volatil und stagnierend bleibt. (Jobup AG /mc/ps)

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