Saxo Bank: Nach Griechenland-Wahl – EZB und EU sind gefordert

Steen Jakobsen
Steen Jakobsen, Chefökonom der Saxo Bank. (Foto: Saxo Bank)

Steen Jakobsen, Chefökonom der Saxo Bank. (Foto: Saxo Bank)

Kopenhagen – „Das Ergebnis der Wahl in Griechenland ist schlimmer ausgefallen als erwartet“, sagt Steen Jakobsen, Chefökonom bei der Saxo Bank. Der Sparkurs sei zwar eindeutig abgewählt worden, könnte jedoch nur zu einer leeren Geste verkommen. „Griechenland hat keine grosse Wahl: Entweder die Vorgaben der Troika erfüllen, oder den Euro aufgeben“, sagt Jakobsen. Das Letztere werde aber wohl kaum die gleiche Unterstützung bekommen, wie die Ablehnung des Sparkurses.

Jetzt käme es darauf an, wie Deutschland, die EU und die EZB darauf reagieren. „Die Märkte werden auf die Reaktion der Gläubiger warten, bevor es grosse Bewegungen gibt“, sagt Jakobsen. Einen Kompromiss noch in dieser Woche hält der Wirtschaftsexperte für kaum realistisch. „Vor allem müssen EZB und EU nun eine Entscheidung treffen – etwas das Politikern und Institutionen nicht gerade leicht fällt“, sagt Jakobsen abschliessend. (Saxo Bank/mc/ps)

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