Schutzwald Bergün: Helvetia unterstützt UNESCO-Welterbe-Region nach «Vaia» im Zeichen des Klimawandels

Schutzwald Bergün: Helvetia unterstützt UNESCO-Welterbe-Region nach «Vaia» im Zeichen des Klimawandels

Schutzwald Bergün: Helvetia unterstützt UNESCO-Welterbe-Region nach «Vaia» im Zeichen des Klimawandels
Dario Cologna, Athlet/Schutzwaldbotschafter; Felix Hunger, Generalagent Helvetia Chur; Daniel Buchli, Grossrat/Betriebsleiter Forst- und Werkdienst Safiental; Dr. Mario Cavigelli, Regierungsrat Graubünden; LizAn Kuster, Schutzwaldbotschafterin. (Foto: Helvetia)

Bergün / Filisur – Am 30. Oktober 2018 zerstörte der Sturm «Vaia» im Albulatal rund 50 Hektaren Schutzwald. Um die Schutzfunktion des Waldes wiederherzustellen und den Wald klimafit zu machen, unterstützt Helvetia im Rahmen ihres Schutzwald-Engagements die Aufforstung der Schadenflächen und zusätzlich eine Fläche zum Schutz der Verbindungsstrasse ins Safiental.

Im Albulatal wie im Safiental übernimmt der Schutzwald vielseitige Aufgaben: Er schützt nicht nur Wohngebiet und andere Infrastrukturanlagen, sondern garantiert dazu eine hohe Biodiversität, ist Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, produziert Holz und dient Gästen wie Einheimischen als Erholungsraum. Ausserdem schützen die Wälder im Albulatal das UNESCO-Welterbe der Rhätischen Bahn. Der Sturm «Vaia» hat im Oktober 2018 die Schutzwälder rund um Bergün arg in Mitleidenschaft gezogen und grosse Teile zerstört. Dadurch ist die Schutzwirkung stark reduziert und muss u.a. durch Pflanzungen unmittelbar wiederhergestellt und langfristig sichergestellt werden. Im Hinblick auf den Klimawandel werden – wo immer möglich und die Standorteigenschaften es zulassen – neben Fichte und Lärche weitere, in Zukunft auch natürlich vorkommende Baumarten wie Bergahorn, Flaumeiche, Winterlinde, Föhre, Weisstanne eingebracht. Im Safiental soll zudem der Schutz der Verbindungsstrasse durch Pflanzungen nachhaltig sichergestellt werden. Helvetia unterstützt im Rahmen ihres Schutzwald-Engagements die Aufforstungen im Albula- und Safiental und spendet dazu 10’000 Bäume.

Beispiele: Falein – Val Tisch – Cuolm da Latsch – Birchegga

  • Im Gebiet Falein schützen die Wälder die Maiensässsiedlung sowie die landwirtschaftliche Nutzfläche und die Zufahrtsstrassen vor Lawinen und Steinschlägen. Der Sturm im Oktober 2018 hat einen Teil der Waldfläche zerstört. Im Januar 2019 haben Lawinen den Bestand noch mehr geschädigt. Deshalb wird am Rand der Lawinenzüge die Waldung durch das Engagement von Helvetia mit 2’500 Bäumen gezielt stabilisiert und punktuell verjüngt.
  • Im Val Tisch hat der Sturm ein besonders steiles Waldgebiet verletzt. Deshalb gestalteten sich die Aufräumarbeiten und die Wiederaufforstung schwierig. Von Helvetia werden 1’000 Bäume, vor allem Fichten und Arven, aber auch Lärchen und Föhren, für die Aufforstung gespendet.
  • Auch das 200 Hektaren grosse Gebiet auf der Flanke des Cuolm da Latsch wurde durch «Vaia» stark beschädigt. Der Waldbestand war bereits durch Überalterung und Wilddruck anfällig für Schäden. Der zuständige Forstdienst hat darum seit einigen Jahren mit anderen Massnahmen versucht, die Lawinengefahr einzudämmen (z.B. Dreibeinböcke und Schneerechen). Um die Verjüngung und die Wiederbestockung des Waldes voranzutreiben, stellt Helvetia 4’000 Pflanzen zur Verfügung.
  • Die Waldbestände im Gebiet Birchegga bilden einen wichtigen Schutzwald für die kantonale Verbindungsstrasse ins Safiental. Helvetia unterstützt mit ihrem Schutzwald Engagement das Projekt mittels Pflanzung von 2’500 standortgerechten und klimafitten Jungbäumen.

«Mit unserem Engagement im Albula- und Safiental können wir die Diversität und die Verjüngung des Schutzwaldes unterstützen und mithelfen, den Schutzwald klimafit zu machen. Wir freuen uns, dass wir damit einen Beitrag dazu leisten, die Sicherheit der Bevölkerung und der vorhandenen Infrastruktur weiter garantieren zu können. Mit Schutzwäldern verhindern wir Schäden – und dies passt sehr gut zu uns als Versicherung», unterstreicht Ralph Jeitziner, Leiter Vertrieb und Mitglied der Konzernleitung Helvetia.

Mit der Schulklasse in den Schutzwald
Schutzwälder sind besonders für zukünftige Generationen von zentraler Bedeutung, dauert es doch Jahrzehnte, bis diese ihre Wirkung entfalten. Deshalb unterstützt Helvetia Patria Jeunesse Schulklassen bei Ausflügen in den Schutzwald. Durch einen Besuch werden sich die Schüler und Schülerinnen nicht nur der Funktion, sondern vor allem auch der Wichtigkeit eines solchen Schutzwaldes bewusst. Unterstützungsgesuche sind unter www.kiknet-helvetia.org/schulreisetipp-schutzwaldexkursion abrufbar.

Für zehn Franken ein eigener Baum
Wer den Schutzwald allgemein und die Aufforstung im Albula- und Safiental im Speziellen unterstützen oder mithelfen will, den Wald klimafit zu machen, kann für CHF 10 bei Helvetia einen Baumpass kaufen. Für jeden Pass wird ein zusätzlicher Baum in einem der unterstützten Gebiete auf einer speziell gekennzeichneten Parzelle gepflanzt. Informationen dazu und zum Schutzwaldengagement von Helvetia sind online unter www.helvetia.ch/schutzwald verfügbar. (Helvetia/mc/ps)

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