kooky lanciert in zwei SBB-Bahnhöfen digitales Rücknahmesystem für Mehrwegbecher

kooky lanciert in zwei SBB-Bahnhöfen digitales Rücknahmesystem für Mehrwegbecher
Torge Barkholtz, Co-Gründer kooky

Zürich – Das Schweizer Startup kooky hat es sich zum Ziel gesetzt, mit einem digitalen Mehrweg- und Rücknahmesystem das Take-away-Geschäft für Getränke zu revolutionieren. Anstatt in einem Einwegbecher gibt es das Getränk-to-go bei teilnehmenden Partnerbetrieben in den Bahnhöfen Zürich Hauptbahnhof und Basel SBB künftig in einem wiederverwertbaren kooky Cup, der nach der Nutzung einfach bei einer DropOff-Box zurückgegeben werden kann. kooky holt die Becher ab, reinigt sie und verteilt sie wieder an die Partnerbetriebe. Pro kooky Cup bezahlen Kundinnen und Kunden ein Depot von CHF 1.-. Dieses wird nach der Rückgabe im App Wallet gutgeschrieben. Für seine Dienstleistung behält kooky eine Service-Gebühr ein. 

Das Getränk-to-go ist in den letzten Jahren zum Symbol eines modernen Lebensstils und zum unverzichtbaren Begleiter für unterwegs geworden. Für die Schweiz gibt es keine verlässlichen Zahlen, die Auskunft darüber geben, wie viele Einwegbecher täglich im Müll landen. Doch mit Sicherheit wandern täglich mehrere zehntausend nicht wiederverwertbare Becher über die Ladentheke und landen im besten Fall im normalen Abfall. Dieser Ressourcenverschwendung sagt das Schweizer Startup kooky nun mit einer nachhaltigeren Alternative den Kampf an. 

Mehrwegsystem mit eigener Rückgabeinfrastruktur 
Als schweizweit erstes Unternehmen hat kooky ein Mehrwegsystem inklusive eigener Rückgabeinfrastruktur mit digitaler Anbindung für Getränkebecher entwickelt. Das Neuartige am kooky-Konzept: Die wiederverwertbaren kooky Cups müssen nach Gebrauch weder zuhause gereinigt noch zu einem Partnerbetrieb zurückgebracht werden, sondern können unkompliziert in den dafür vorgesehenen DropOff-Boxen retourniert werden. kooky kümmert sich danach darum, dass die wiederverwertbaren Cups inklusive Deckel eingesammelt, gereinigt und wieder an die Partnerbetriebe verteilt werden. Das Ziel sei es, so Co-Gründer Torge Barkholtz, innerhalb städtischer Gebiete ein flächendeckendes Netz an sogenannten kooky-Boxen aufzubauen, wo die Mehrwegbecher zurückgegeben werden können. Dafür muss mit dem Cup nur der Sensor der DropOff-Box berührt werden und schon öffnet sich die Klappe, damit Becher und Deckel abgegeben werden können. Entsprechend dem Unternehmensmotto #LeaveNoCupBehind wird so jeder kooky Cup wieder in den Kreislauf zurückgeführt und kann erneut benutzt werden. 

Digitale Anbindung jedes kooky Cups dank QR-Code 
Damit dies gelingt, bezahlen Kundinnen und Kunden beim Kauf eines Getränks im kooky Cup ein Depot von CHF 1.-, scannen den QR-Code, der sich darauf befindet und registrieren den Cup somit in der kooky App. Durch diese digitale Anbindung haben Nutzer:innen nicht nur jederzeit einen Überblick über alle Becher, die sie aktuell verwenden und solche, die sie retourniert haben (oder eben auch nicht), sondern bekommen nach dem Einwerfen des Bechers automatisch das Depot im App Wallet gutschreiben. Für den Service, die Cups zu reinigen und wieder zu den Ausgabestellen zurückzubringen, behält kooky bei der Rückzahlung des Depots eine Gebühr von 10 % des Guthabens ein. Ab einem Guthaben von CHF 5.- im App Wallet kann man sich dieses aufs Bankkonto zurücküberweisen lassen. Gleichzeitig werden in der Navigationsfunktion der App sämtliche kooky Partnerbetriebe und DropOff-Boxen angezeigt.

So funktioniert kooky

  • Pick-up: Sich bei einem Partnerbetrieb ein Getränk im kooky Cup holen. Zusätzlich zum Getränkepreis wird ein Depot von CHF 1.- verrechnet.  
  • Scan: Den QR-Code auf dem Cup mit dem Handy scannen und diesen dem User-Konto in der kooky App hinzufügen. 
  • Drink: Getränk vor Ort oder unterwegs geniessen. 
  • Drop: kooky Cup bei einer DropOff-Box retournieren und Depot-Gutschrift im App Wallet erhalten. Das App-Guthaben kann man sich jederzeit ab einem Guthaben in Höhe von CHF 5.- aufs Bankkonto zurücküberweisen lassen. Dabei behält kooky eine Service-Gebühr von 10 % des Guthabens ein. 

Positive Ökobilanz ab 22 Wiederverwertungen 
Alle kooky Cups, die ordnungsgemäss in einer DropOff-Box entsorgt werden, sammelt kooky ein und bringt sie per E-Mobil zur Reinigung in ein Spüllogistikunternehmen. Dort werden die Mehrwegbecher nach branchenüblichen Hygienestandards ressourcenschonend gereinigt. Rund 500 Mal lässt sich dieser Vorgang wiederholen. Danach werden die Cups, die aus PP Polypropylen hergestellt sind, dem Stoffkreislauf zurückgeführt und recyclet. Selbst wenn sich die Lebensdauer der Mehrwegbecher also zu Ende neigt, kann deren Material weiterverwertet werden. Damit leistet jeder, der einen kooky Cup nutzt, einen wertvollen Beitrag für die Umwelt. Denn bereits ab 22 Wiederverwertungen ist die Ökobilanz von Mehrwegbechern besser als die von Einweg-Alternativen (vgl. Studie 2019 des Umweltbundesamtes (UBA)). 

SBB als Partnerin für Roll-out in Zürich Hauptbahnhof und Basel SBB gewonnen 
Zurzeit wird das kooky Mehrweg- und Rücknahmesystem im Rahmen eines Pilotprojekts mit der SBB und Partnerbetrieben wie Brezelkönig, Caffè Spettacolo oder der Coop Gruppe am Hauptbahnhof Zürich und am Bahnhof Basel SBB eingesetzt. Insgesamt 19 Ausgabestellen bieten den kooky Cup zum Mitnehmen des Take-away-Getränks an und 20 DropOff-Boxen stehen für die Entsorgung der Mehrwegbecher an den beiden Bahnhöfen bereit. Laut Torge Barkholtz, der 2019 bereits die Lancierung der Circ E-Scooter in der Schweiz verantwortet hat, ist der Roll-out des kooky-Konzepts erfolgreich angelaufen: «Wir freuen uns sehr, mit der SBB eine starke und zukunftsorientierte Partnerin für den Launch gewonnen zu haben und sind sehr zufrieden mit den ersten Feedbacks seitens der Kunden und Partnerbetriebe.» Die SBB ist ihrerseits überzeugt von der zukunftsweisenden Mehrwegstrategie:. «Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden eine durchwegs nachhaltige Reise ermöglichen. Mit dem Mehrwegbecher machen wir einen weiteren Schritt in diese Richtung. Wir sind gespannt, wie das Angebot ankommt und hoffen, den Kreislaufgedanken in unseren Bahnhöfen zu verankern», so Heike Kiefer, Projektleiterin des Circular Economy Labs bei der SBB. 

Weitere Partnerbetriebe gesucht 
In den nächsten Wochen und Monaten wird kooky daran arbeiten, in den Städten Zürich und Basel ein engmaschiges Netz an DropOff-Boxen aufzubauen und neue Partnerbetriebe an Bord zu holen. Interessierte Gastronomie- und Lebensmittelbetriebe, die Take-away-Getränke anbieten und das kooky-System integrieren möchten, können sich jederzeit an kooky wenden. (kooky/mc/hfu)


Über kooky
kooky ist das erste Mehrwegsystem für Take-away-Getränke inklusive eigener Rückgabeinfrastruktur und digitaler Anbindung in der Schweiz. Die wiederverwertbaren kooky Cups sind bei ausgewählten Partnerbetrieben erhältlich und können nach der Nutzung in DropOff-Boxen zurückgegeben werden. kooky übernimmt als Servicedienstleister die Reinigung und Retournierung der Mehrwegbecher an die Partnerbetriebe. Das Schweizer Start-up wurde 2021 von Torge Barkholtz und Max Zott gegründet. Der Roll-Out des Systems läuft aktuell in den Städten Zürich und Basel. www.kooky2go.com

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